Rossmann: Kein „ängstlicher Blick“ auf Amazon

, , Uhr aktualisiert am 04.04.2019 14:39 Uhr

Berlin - Die Drogeriekette Rossmann steckt Millionen von Euro in neue Filialen. Allein in Deutschland sollen im laufenden Jahr 90 Millionen Euro in 110 neue Märkte fließen. Dazu kämen 175 Modernisierungen. Insgesamt sollten bundesweit 140 Millionen Euro investiert werden, weltweit 215 Millionen Euro.

Geplant sei, im In- und Ausland 200 neue Filialen zu eröffnen. Allerdings würden auch Geschäfte geschlossen, so dass per Saldo rund 160 neue Läden übrig blieben, sagte Geschäftsführer Peter Dreher. Trend in vielen Innenstädten sei ein deutlicher Rückgang der Ladenmieten, in den Fachmarktzentren blieben die Preise dagegen hoch, sagte Rossmann-Chef Dirk Roßmann. Neueröffnungen seien fast durchweg um 700 Quadratmeter groß, ältere Geschäfte seien teils kleiner. Die Durchschnittsfläche liege bei rund 580 Quadratmetern.

Trotz des Umbruchs zum Online-Handel sei das Drogeriegeschäft kaum berührt, ergänzte er. Das Online-Geschäft sei mit 30 Millionen Euro unbedeutend. Allerdings werde das Geschäft im Netz wachsen – wenn auch auf niedriger Basis, erklärte Geschäftsführer Raoul Roßmann, der Sohn des Gründers. Deutsche Verbraucher kauften Drogerieprodukte und Lebensmittel lieber im Laden.

Der Online-Auftritt helfe jedoch beim Vertrieb: Jährlich verzeichne das Unternehmen 60 Millionen Besucher auf seiner Internetseite. Der „ängstliche Blick“ auf den Online-Handelsriesen Amazon sei nichts, was Rossmann beschäftige, betonte das Unternehmen. Allerdings treffe der Online-Umbruch indirekt auch Rossmann, wenn der Einzelhandel unattraktiver werde, sagte Raoul Roßmann.

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