Spiegel online wegen Thomapyrin abgemahnt

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Berlin - Eine ganze Serie hatte „Spiegel online“ zuletzt dem Thema Kopfschmerzen gewidmet. Weil die Beiträge jedoch von einer Werbekampagne für Thomapyrin begleitet wurden, bereitet die Aktion dem Portal nun womöglich selbst Kopfschmerzen. Dem Vernehmen nach hat die Wettbewerbszentrale eine Abmahnung wegen versteckter Werbung nach Hamburg geschickt.

Im Ressort Gesundheit hatte „Spiegel online“ unter anderem über „Migräne: Flimmernde Umgebung, hämmernder Schmerz“ berichtet. Ein weiterer Beitrag lautete: „Medikamenteninduziertes Kopfweh: Schmerz durch Schmerzmittel“. Über diesen und weiteren Artikeln hieß es: „Spiegel-online-Inhalt präsentiert von Thomapyrin“. Als Anzeige oder Werbung gekennzeichnet waren sie nicht.

Damit hat anscheinend die Wettbewerbszentrale ein Problem, da Werbung laut dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) nicht verschleiert werden darf. Dazu zählt, gekaufte Texte als redaktionelle Beiträge darzustellen. Unzulässig ist dies, wenn der Leser einen unabhängigen Beitrag erwartet.

Unzulässig laut UWG ist auch „der vom Unternehmer finanzierte Einsatz redaktioneller Inhalte zu Zwecken der Verkaufsförderung, ohne dass sich dieser Zusammenhang aus dem Inhalt oder aus der Art der optischen oder akustischen Darstellung eindeutig ergibt“. Das Gesetz spricht von als Information getarnter Werbung.

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