OTC-Hersteller

Aderlass bei Omega

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Berlin -

Schon wieder kehrt eine Führungskraft dem OTC-Hersteller Omega den Rücken. Vertriebsleiter Nick Löffler wechselt zu Ardo Medical, wo er für die Marke Multi Gyn verantwortlich sein wird. Auch in der Geschäftsführung gab es zuletzt einen Wechsel.

Löffler war bereits seit 2012 bei Omega tätig, zunächst leitete er den Vertrieb für den Mass Market. Nachdem der Mutterkonzern Perrigo 2015 den Yokebe-Hersteller Naturwohl übernahm, wurde Löffler dort Verkaufsleiter. Im Mai 2016 löste er Omega-Vertriebsleiter Christian Kotschate ab, der zu Nestlé wechselte.

Wenig später verließ auch der damalige Deutschlandchef Stephan Tomat nach nur zweieinhalb Jahren das Unternehmen. Er hatte den Posten im April 2014 von Martin Lisker übernommen. Nach Tomats Weggang übernahm Finanzchefin Aline Seifert die deutsche Geschäftsführung. Aber auch sie verließ den Posten im August nach weniger als einem Jahr wieder und ging jetzt zu Alliance. Seitdem lenkt Matthias Moritz, einst Novartis-Manager und zuletzt Corporate Director Business Technology beim spanischen Arzneimittelhersteller Almirall, die Geschicke des Unternehmens.

Im Mai dieses Jahres nahm dann auch noch Marketingleiter Harald Lingner seinen Hut. Er war 2012 als Leiter der Abteilung Commercial Strategy ins Unternehmen gekommen. Seit 2015 verantwortete er zusätzlich das Marketing für Mass Market, Apotheke und Online. Jetzt bespielt er die Vertriebskanäle bei Merz.

Löffler verantwortete bei Omega/Naturwohl unter anderem den Vertrieb der Marken Abtei, Granufink und Yokebe. Wer ihm bei nachfolgt, ist noch nicht bekannt. Bei Ardo ist Löffler als Sales-Direktor für die Produktreihe Multi-Gyn zur Behandlung von Intimbeschwerden verantwortlich. Die Stelle wurde neu geschaffen.

Der Schweizer Hersteller ist seit 1999 in Deutschland aktiv. Neben eigenen Produkten in den Bereichen Stillhilfen, Saugtechnik und Neonatologie vertreibt das Unternehmen seit 2006 exklusiv Multi-Gyn sowie die Multi-Mam Brustpflegeprodukte für stillende Mütter.

Omega gehört in Deutschland zu den führenden OTC-Herstellern; allerdings besteht das Sortiment aus zahlreichen kleineren Marken. Jüngste Zukäufe waren neben Naturwohl auch Pencivir/Niquitin. Perrigo hatte Omega Ende 2014 übernommen. Der Kaufpreis für den belgischen OTC-Hersteller lag bei 3,6 Milliarden Euro, inklusive 1,1 Milliarden Euro Schulden. Wiederholt hatte Perrigo dann Abschreibungen vornehmen müssen und damit nach Meinung von Kritikern zu viel gezahlt.

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