Der US-Pharmakonzern MSD Sharp & Dohme hat im zweiten Quartal von einer starken Nachfrage nach neueren Medikamenten profitiert. Dabei wuchs der Umsatz unerwartet stark. Das Management um Konzernchef Robert Davis hob laut Mitteilung vom Dienstag seine Umsatzziele für das Jahr 2026 leicht an, senkte aber wegen der Übernahme des Leukämie-Spezialisten Terns Pharmaceuticals seine Gewinnprognose. Für die Aktie des Konzerns ging es im frühen US-Handel leicht nach oben.
Das Management rechnet jetzt für 2026 mit einem Erlös in der Spanne von 66,3 bis 67,3 Milliarden Dollar, wie der Konzern in Rahway verkündete. Zuletzt hatte das Unternehmen seine Ziele im Mai überarbeitet und 65,8 bis 67,0 Milliarden Dollar angepeilt.
Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar (14,4 Mrd Euro). Fortschritte machte der Konzern beim Ausbau seiner Produktpipeline, inklusive deutlichen Zuwächsen bei Hoffnungsträgern wie dem Blutdrucksenker Winrevair. Die Erlöse mit dem Blockbuster Keytruda gegen Krebs stiegen zuletzt um fünf Prozent auf fast 8,4 Milliarden Dollar.
Unter dem Strich stand konzernweit wegen des Terns-Kaufs jedoch ein Fehlbetrag von rund 1,3 Milliarden Dollar nach einem Gewinn von 4,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Um Sondereffekte bereinigt ergab sich ein Verlust von 0,13 Dollar je Aktie (bereinigtes EPS). Im Gesamtjahr soll diese Kennziffer statt der zuletzt eingeplanten 5,04 bis 5,16 Dollar jetzt nur 2,66 bis 2,76 Dollar erreichen – das ist weniger als von Analysten erwartet.
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