Zusätzlicher Produktionsstandort

Lohnhersteller Vetter baut im Saarland

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Berlin -

Der Lohnhersteller Vetter investiert in einen Standort im saarländischen Saarlouis, zusätzlich werden auch Ravensburg und Langenargen erweitert. Parallel werden in den USA die Produktionskapazitäten ausgebaut, unter anderem durch einen Umzug. 2000 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen.

In Saarlouis wird das 50 Hektar große Gelände, das bislang vom Autohersteller Ford genutzt wurde, bereits erschlossen. Hier soll ein Technologiepark entstehen; mehrere hundert Millionen Euro werden insgesamt investiert. Ab 2030 werden dann voraussichtlich auch injizierbare Arzneimittel hergestellt. „Die Ansiedlung des deutschen Familienunternehmens Vetter ist ein Glücksfall für Saarlouis und das ganze Saarland. Ich danke der Familie Vetter und der gesamten Unternehmensführung für das Vertrauen in die Landesregierung und das Saarland“, so Ministerpräsidentin Anke Rehlinger. Wirtschaftsminister Jürgen Barke nannte den Dienstleister einen Hidden-Champion in der Pharmabranche.

Mit dem Invest reagiere Vetter auf die weltweit steigende Nachfrage zur Herstellung injizierbarer Arzneimittel. „Die Geschichte von Vetter zeichnet sich durch vorausschauende, strategische Planungen aus, die uns als unabhängiges Familienunternehmen ein nachhaltiges und dynamisches Wachstum ermöglichen“, so Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats und Mitglied der Inhaberfamilie. „Mit den beschlossenen Investitionen bekräftigen wir unser Engagement auf beiden Kontinenten und stellen zudem sicher, dass Vetter auch in Zukunft Teil eines wachsenden Marktes bleibt.“

Für den zukünftigen Standort in Deutschland gebe es eine höhere Planungssicherheit. Hier könne Vetter auch besser auf bestehende Infrastrukturen zurückgreifen. „Zudem hat die Bundesregierung mit der Verabschiedung einer nationalen Pharmastrategie die Bedeutung der Branche als deutsche Schlüsselindustrie unterstrichen“, heißt es in einer Mitteilung.

In den USA sollen die Investitionen eine Verdoppelung der bisherigen Kapazitäten im Bereich der klinischen Abfüllung mit sich bringen.

Vetter versorgt mit aktuell rund 6300 Mitarbeitenden sowohl kleine als auch große Arzneimittelhersteller und stellt beispielsweise Arzneimittel für den Einsatz bei Krebs, Multipler Sklerose und rheumatischer Arthritis her, aber auch für seltene Erkrankungen. Hauptsitz des Unternehmens ist Ravensburg.

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