Lauer-Taxe: Großhandelsangebote online

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Berlin -

Compugroup Medical (CGM) macht Fortschritte bei der Behebung der Folgen des Hacker-Angriffs vom Dezember. Nachdem Apothekenkunden Preisänderungen zu Monatsbeginn noch per DVD händisch aufspielen mussten, können auch wieder Großhandelsangebote angezeigt werden. Diese werden zusätzlich online in der Lauer-Taxe hinterlegt.

„Wie versprochen arbeiten wir im Hintergrund intensiv daran, Ihnen nach und nach alle Informationen und Funktionen wieder zur Verfügung zu stellen“, erklärte die CGM am Dienstag ihren Kunden. Dabei hatte der Konzern gleich ein paar gute Nachrichten im Gepäck: Ab sofort können Großhandelsangebote im Reiter „Angebote“ als zusätzliche „Preis-Info“ abgebildet werden.

Wegen des Ransomware-Angriffs kurz vor Weihnachten konnten Kunden nach dem Jahreswechsel zunächst keine Angebote einsehen. Nur die Preisänderungen waren verfügbar; CGM hatte den Apotheken DVDs geschickt, um sie händisch aufzuspielen. Wenige Tage später waren auch die Angebote in den meisten Apotheken wieder auf dem aktuellen Stand. Bei einigen dauerte es länger, ein bayerischer Inhaber ist erst seit einer Woche wieder auf dem neuesten Stand. Umso erstaunlicher war nun die Ankündigung, dass auch in der Lauer-Taxe online die Großhandelsangebote wieder verfügbar sind: Tatsächlich sind die Konditionen hinterlegt – allerdings nicht von allen Großhändlern und auch nicht auf Niederlassungsebene.

Noch nicht wieder verfügbar sind hingegen individuellen Einstellungen wie Suchmodelle, Listenansichten oder eigene Artikelmerkmale. Man arbeite weiterhin intensiv daran, diese wieder zur Verfügung zu stellen. „Leider können wir Ihnen heute noch keinen Termin nennen, wann wir diese Funktionalität freischalten können und bitten Sie weiterhin um etwas Geduld.“

Dafür sei die Erreichbarkeit weitestgehend wieder hergestellt. Kunden hatten sich vereinzelt frustriert gezeigt, dass seit Dezember keine Kommunikation mit CGM möglich war – weder war das Unternehmen telefonisch zu erreichen noch wurde auf E-Mails reagiert. Ab sofort sei CGM nun wieder über die bekannten E-Mail-Adressen erreichbar, meldet der Konzern nun. Auch die Software-Hotline sei wieder erreichbar. Weiterhin nicht aktiv sei hingegen die Vertriebs-Hotline.

CGM versichert, weiterhin die Aufarbeitung des Vorfalls voranzutreiben. „Die Verfügbarkeit unserer Kundensysteme und die Integrität der Daten haben für uns weiterhin höchste Priorität“, so das Unternehmen. „Wir überwachen weiterhin alle Systeme genau und arbeiten mit allen relevanten Behörden zusammen. Wir werden Sie über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten.“

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