Pharmahersteller

Dr. Kade zieht bei Samwer ein

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Berlin -

Rund 110 Mitarbeiter von Dr. Kade ziehen in das Ullsteinhaus am Tempelhofer Hafen. Damit ist der Berliner Pharmahersteller Mieter bei den Samwer-Brüdern (Zalando).

Die Teams aus dem kaufmännischen, medizinischen und zentralen Bereich müssen nun nicht länger zwischen zwei Gebäude am Hauptsitz in Marienfelde pendeln. Der neue Standort biete Platz für Wachstum und mehr Flexibilität, so Geschäftsführerin Annett Schubert. „Wir werden noch ausgeprägter als bisher für optimalen Service für unsere Kunden und Partner sorgen.“

Das eigens entwickelte Raum- und Arbeitskonzept konnte in den neuen Räumlichkeiten umgesetzt werden, es entstanden Flächen für Projektarbeiten und diverse Meetingräume. Außerdem wurden Originalstücke aus der Oranien-Apotheke in das moderne Konzept integriert. Aus der Kreuzberger Apotheke, die heute ein Café beherbergt, war der Hersteller 1886 hervorgegangen.

Der Hauptsitz in der Rigistraße in Marienfelde bleibt. Der nun gewonnene Platz kommt dem Bereich der Technical Operations zugute. Noch in diesem Jahr soll der Herstellungsstandort ausgebaut werden. Im kommenden Frühjahr soll der Standort in Konstanz geschlossen werden, die Abteilungen werden nach Berlin geholt.

Seit März vergangenen Jahres hatte Dr. Kade nach einem Käufer für das 1962 eröffnete Werk gesucht. Allerdings habe keiner der Interessenten eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung in Kombination mit einer langfristigen Perspektive für die Mitarbeiter und den Standort entwickeln können. Deswegen sei ein Verkauf nicht zustande gekommen.

Dr. Kade beschäftigt insgesamt etwa 400 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 75 Millionen Euro; inklusive der Erlöse aus dem Joint Venture Dr. Kade/Besins sind es knapp 130 Millionen Euro. Das Unternehmen ist traditionell in den Indikationsbereichen Proktologie, Gynäkologie, Andrologie und Schmerz aktiv. 2013 wurden außerdem mehrere OTC-Marken von Takeda übernommen. Bekannteste Produkte sind Posterisan, Faktu, KadeFungin, Utrogest, Oekolp, Gynokadin, Testogel, Sanostol, Riopan und Trancolong.

In der Geschäftsführung sind neben Schubert noch Felix König (Vorsitz) und Dr. Norbert Marquardt (Medizin) sowie Arthur Sackler als Geschäftsführender Gesellschafter vertreten. Sackler ist Neffe des Mundipharma-Gründers Raymond Sackler.

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