DocMorris hat die Umsatzzahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Beim Schweizer Versandkonzern freut man sich über die Ergebnisse – ein Blick auf den Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres zeigt jedoch, dass sich der Umsatzrückgang fortsetzt. Die Erlöse mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zogen dagegen an.
Der Außenumsatz – also alle Erlöse inklusive nicht konsolidierter Aktivitäten – wuchs laut DocMorris im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 um 12,4 Prozent auf 309,7 Millionen Schweizer Franken. Ohne Währungsumrechnung hätte das Plus bei 15,2 Prozent gelegen.
Der Hauptanteil entfällt mit 292,2 Millionen Franken auf den deutschen Markt (plus 13 Prozent). Das Plattformgeschäft in anderen Ländern legte leicht auf 17,5 Millionen Franken (plus 2,9 Prozent) zu.
Hierzulande erlöste der Konzern 212,4 Millionen Franken im Non-Rx-Bereich (plus 4,8 Prozent) und 79,8 Millionen Franken (plus 43,1 Prozent) mit Rx-Medikamenten. In Lokalwährung lag das Wachstum bei 6,7 beziehungsweise 45,8 Prozent.
Im Vergleich zum Vorquartal dieses Jahres sank der Außenumsatz in Deutschland um 3 Prozent auf 292,2 Millionen Franken. Während die Rezepterlöse um 17 Prozent auf rund 79,8 Millionen Franken stiegen, sank der Umsatz mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten auf 212,4 Millionen Franken (minus 9 Prozent).
CEO Walter Hess verweist auf die Umsatzdynamik: „Die Rx-Beschleunigung auf plus 45,8 Prozent und der erhebliche Rx-Neukundenanstieg untermauern, dass wir im strategisch wichtigen Rezeptgeschäft nachhaltig zulegen. Ein weiterhin hohes, profitables Wachstum erzielten wir mit 80 Prozent auch bei den Digital Services. Der Schwung aus dem ersten Halbjahr gibt uns kräftigen Rückenwind für den weiteren Geschäftsverlauf in 2026.“
CFO Daniel Wüest ergänzt: „Das erste Halbjahr zeigt, dass sich unser Fokus auf operative und marketingseitige Effizienz auszahlt. Es ist uns gelungen, das Rx-Wachstum unter Beibehaltung der hohen Marketingeffizienz im zweiten Quartal weiter zu beschleunigen. Mit dieser Entwicklung sind wir voll auf Kurs, den EBITDA-Break-even im Laufe des Jahres 2026 zu erreichen.“
Zuletzt hatte DocMorris angekündigt, weiteres Personal zu streichen. Im Rahmen einer KI-Offensive geht es um 100 Stellen; parallel fallen mit der Schließung des Standorts in Ludwigshafen noch einmal so viele Jobs weg. Gleichzeitig gab es hinter den Kulissen einen Machtkampf um die Führung des Versenders. Bei der Generalversammlung im Mai versuchte Dr. Fritz Oesterle, den Platz von Walter Oberhänsli einzunehmen; der Angriff scheiterte jedoch.