„Digitalisierung nicht den anderen überlassen“

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München - Kostenloses Wifi in der Offizin, Kundenkontakt per Facebook – Apotheken sollen mehr Mut bei der Digitalisierung wagen, appelliert Thomas Bellartz beim Kooperationsgipfel des BVDAK. Der größte Feind der Veränderung sei die Angst. Apotheken seien in der Gesundheitsversorgung ganz vorne dabei. „Die Digitalisierung darf nicht den anderen überlassen werden“, sagte der Herausgeber von APOTHEKE ADHOC in München.

Die Digitalisierung sei real und dürfe nicht isoliert von der Globalisierung sowie dem demografischen und kulturellen Wandel betrachtet werden. Also dürfe das Thema auch nicht an den Apotheken vorbeigehen, so Bellartz. Die Transformation sei die „größte Herausforderung der nahen Zukunft“. Die Entwicklung müsse zugelassen und konzeptionell erklärt werden. Apotheken sollen den Nutzen digitaler Angebote für das eigene Geschäft erkennen und sichern, so Bellartz.

„Das bedeutet natürlich nicht, dass man zu allem ja sagen muss“, sagte Bellartz. Es gehe aber auch um Verteidigung. Ausländische Technologieunternehmen bewerteten den deutschen Markt als attraktiv. Warum nicht auch die Apotheker? Hierzulande müsse die Digitalisierung jedoch schneller vorwärts gehen. „Wir sind im Gesundheitsbereich noch wenig fortschrittlich, vielleicht weil es uns noch zu gut geht.“

Apotheken sollen laut Bellartz nicht warten, sondern die Digitalisierung umsetzen. „Man muss darauf schauen, was man hat und nicht darauf, was einem weggenommen wird.“ Die wichtigsten Verbündeten des Apothekenleiters fänden sich dabei im Team: PTA wollen digital kommunizieren und glauben an Weiterentwicklung und sehen Handlungsbedarf.

Dass Vor-Ort-Apotheken zu den Verlierern der Digitalisierung gehörten, sei reine Spekulation. Die digitale Zukunft im Bereich Pharma und Apotheke steht auch bei VISION.A, der Digitalkonferenz von APOTHEKE ADHOC und Apotheken Umschau am 21. und 22. März in Berlin im Mittelpunkt.

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