Digimerck: Aus Lieferengpass wird Lieferstopp | APOTHEKE ADHOC
Kein Comeback möglich

Digimerck: Aus Lieferengpass wird Lieferstopp

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Berlin -

Schon seit September sind die Digimerck-Produkte nur schwer bis gar nicht zu bekommen, nun macht der Hersteller Merck es offiziell: Für die gesamte Produktpalette wird der Vertrieb eingestellt.

Die Lieferengpassmeldung wurde von einem Informationsschreiben abgelöst: Darin teilte Merck am Dienstag mit, dass der Vertrieb aller Digimerck-Präparate ab 2023 eingestellt wird.

Seit September ist Digimerck flächendeckend nicht mehr lieferbar, Merck begründet das mit „Problemen bei der Produktion“. Weil die „Wiederherstellung der Lieferfähigkeit“ laut Konzern nicht absehbar ist, werde der aus wirtschaftlichen Gründen sowieso geplante Produktionsstopp vorgezogen.

Die Meldung betrifft alle Digimerck-Produkte in allen Wirkstoffstärken und Packungsgrößen:

  • Digimerck 0,1mg Tabletten
  • Digimerck minor 0,07 Tabletten
  • Digimerck pico 0,05 Tabletten
  • Digimerck 0,1mg/ml Injektionslösung

Wenig Alternativen

Die einzige Alternative mit dem Wirkstoff bietet Teva an (Digitoxin AWD 0,07). Sonst könne auf andere Digitalisglykoside ausgewichen werden.

Merck weist außedem darauf hin, dass „aufgrund der engen therapeutischen Breite von Digitoxin und der verhältnismäßig langen Halbwertszeit die Umstellung auf einen anderen Wirkstoff mit entsprechender Vorsicht erfolgen“ muss. Für die Apotheken bedeutet das, spätestens jetzt Patient:innen mit Digimerck-Verordnungen zurück zum verordnenden Arzt zu schicken.

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