Fagron als Vorbild

Caelo: Medios will Rezepturgeschäft skalieren

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Berlin -

Fagron hat es vorgemacht, jetzt will auch Medios das Geschäft mit Rezeptursubstanzen internationalisieren. Die Übernahme von Caelo wurde abgeschlossen, die erforderliche kartellrechtliche Freigabe ist erteilt. Der Konzern will die Sparte unter dem Dach von „Medios Holding Compounding Essentials“ bündeln – gemeinsam mit Magis Pharma in Belgien und Metapharmaceutical in Spanien.

Caelo mit Sitz in Hilden ist ein etablierter Anbieter pharmazeutischer Wirkstoffe (API), Hilfs- und Rohstoffe für Apotheken, Kliniken und industrielle Kunden und wird unter der bekannten Marke fortgeführt. Das Sortiment umfasst auch Chemikalien und Galenika, Salben- und Cremegrundlagen, Heilkräuter und Teemischungen sowie fette und ätherische Öle. Das Unternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den GMP-zertifizierten Standorten Hilden und Bonn und erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro.

Damit ist Caelo zwar die Nummer 1 in Deutschland, international hat aber Fagron die Nase vorn. Alleine im ersten Halbjahr setzte der niederländische Konzern rund 550 Millionen Euro um, davon 220 Millionen Euro in Europa. Wie Medios börsennotiert und fast ausschließlich in Streubesitz, ist Fagron ebenfalls durch Zukäufe gewachsen. So wurden in den vergangenen Jahren hierzulande etwa Gako, HiperScan und zuletzt EuroOTC übernommen. Der Konzern ist aber auch in Nord- und Südamerika aktiv.

Synergien und Expansion

Auch Medios will das Geschäft von Caelo nun skalieren. Das Modell sei besonders attraktiv, weil es grenzüberschreitendes Wachstum in Europa ermögliche, so Medios: Gemeinsame europäische GMP-Standards bildeten hierfür die Grundlage, unter Beachtung der jeweils geltenden regulatorischen Anforderungen. Damit könne man zusätzliche Produktgruppen und weitere europäische Märkte erschließen.

Synergiepotenziale liegen laut Unternehmen in der gemeinsamen Beschaffung, Qualitätskontrolle und Umverpackung von API. Durch Cross-Selling könnten Caelo, Magis Pharma und Metapharmaceutical ihre Produkte zusätzlichen Kunden anbieten. Damit sollten alle drei Gesellschaften ihre Effizienz weiter steigern und zusätzliche Absatzmöglichkeiten erschließen.

„Mit der Übernahme von Caelo sichern wir uns die Marktführerposition im API-Geschäft für Apotheken und Kliniken in Deutschland“, sagt Medios-CEO Thomas Meier. „Zugleich öffnen wir das Tor für weiteres Wachstum in Europa. Gemeinsam wollen wir das Sortiment für die Apothekenrezeptur erweitern und die Versorgungssicherheit langfristig weiter stärken. Unser besonderer Dank gilt Ulrich von der Linde, der Caelo mit großem Engagement geprägt hat. Er hat eine starke Grundlage geschaffen, auf der wir gemeinsam mit dem Team aufbauen.“

Angebote für Apotheken

Nicht nur für die hauseigenen Herstellbetriebe, sondern auch für Apotheken schaffe der Zusammenschluss konkreten Mehrwert: Caelo bleibe ihr vertrauter Partner für Wirk- und Hilfsstoffe sowie Rezepturgrundlagen und könne sein Sortiment im europäischen Verbund weiterentwickeln. Die Produktportfolios und Kompetenzen von Caelo, Magis Pharma und Metapharmaceutical ergänzten sich. Ihr gebündeltes pharmazeutisches Know-how und die internationale Vertriebsreichweite von Medios bildeten die Grundlage, zusätzliche Produkte für die Apothekenrezeptur anzubieten. Zugleich soll die Zusammenarbeit mit Apotheken, die Produktverfügbarkeit und damit die Versorgungssicherheit langfristig weiter gestärkt werden.

Asiye Dogan, die als Geschäftsführerin an Bord bleibt, sagte: „Die Zugehörigkeit zu Medios eröffnet Caelo eine starke europäische Perspektive und schafft neue Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum und eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Gemeinsam werden wir unser Angebot ausbauen, zusätzliche Märkte erschließen und zugleich die Stärken bewahren, die Caelo seit vielen Jahren auszeichnen: pharmazeutische Qualität, Verlässlichkeit und die Nähe zu unseren Kunden. Ich freue mich sehr darauf, Caelo gemeinsam mit unserem engagierten Team in diese Zukunft zu führen und unsere Standorte Hilden und Bonn weiter zu stärken.“

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