Pfennig sieht Banken in der Krise

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Berlin - Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stehen nicht nur der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) härtere Zeiten bevor. Vorstandsvorsitzender Heribert Pfennig sieht die Kreditwirtschaft insgesamt in einer „Bankenkrise“. Für 2016 will Pfennig aber die vierprozentige Gewinnausschüttung der Apobank retten. Trotz steigender Kosten muss die Genossenschaftsbank dafür noch nicht einmal an die Reserven gehen.

Beim operativen Ergebnis werde die Apobank 2016 den Wert von 2015 aber nicht erreichen, kündigte Pfennig auf der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank an. „Die Zeiten der wirklich hohen operativen Erträge sind unter diesen Bedingungen – man kann hier durchaus schon von einer Bankenkrise sprechen – für eine ganze Weile vorbei“, so Pfennig.

In ihre Planung einbezogen hat die Apobank, dass das Niedrigzinsumfeld die Erträge schmälert: „Das haben wir in unseren Planungen antizipiert“, so Pfennig. Allerdings seien die Zinsen noch stärker als von der Apobank erwartet gefallen. Aus dem Niedrigzinsniveau sei mittlerweile ein Minuszinsniveau geworden. Daher werde der Zinsüberschuss stärker sinken als kalkuliert.

Wie bereits bei der Vorstellung der Bilanzzahlen im April angekündigt, will die Apobank als Konsquenz „Verwahrgebühren“ - sogenannte Negativzinsen - für Großkunden einführen. „Das sind für uns institutionelle Anleger und Standesorganisationen“, so Pfennig. Privatkunden werden nicht betroffen sein. Pfennig: „Wir werden diese Gebühr auch nicht auf die gesamten Einlagen erheben, sondern nur auf das Volumen, das über einen Sockelbetrag hinausgeht.“ Wie hoch der Sockelbetrag sein wird, ließ Pfennig offen.

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