Mundhöhle: Startschuss für die Verdauung

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Berlin - Wenn es um die Verdauung geht denken viele zunächst an den Magen-Darm-Trakt. Doch der komplexe Prozess der Nahrungsverwertung beginnt schon in der Mundhöhle – hier wird die Nahrung nicht nur zerkleinert, sondern optimal auf die weitere Zerlegung vorbereitet.

Der Körper funktioniert ähnlich wie ein Verbrennungsmotor: Um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten ist die regelmäßige Aufnahme von Nahrung notwendig. Doch Kohlenhydrate, Proteine und Fette können nicht einfach vom Körper verwertet werden: Um die Nahrung in resorbierbare Bestandteile zu zerlegen ist ein komplexer Weg zwischen Mundhöhle und Darm nötig – bei seinem Transport durch den Körper wird der Nahrungsbrei sowohl mechanisch wie auch chemisch in seine Einzelteile zerlegt und verwertbar gemacht. Alles, was der Körper nicht brauchen kann, wird als Stuhl wieder ausgeschieden.

Mechanische und chemische Zerkleinerung

Bereits im Mund werden wichtige Grundvoraussetzungen für die weitere Verdauung geschaffen: Durch das Kauen wird die Nahrung mechanisch mithilfe der Zähne zerkleinert. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche des Speisebreis, wodurch er angreifbarer für Enzyme wird. Da die Zähne sehr stabil sind, können so selbst härtere Nahrungsteile zerkleinert werden. Mithilfe der Zunge wird die aufgenommene Nahrung außerdem durchmischt und mit dem von den Speicheldrüsen produzierten Speichel vermengt.

Täglich werden rund 1,5 Liter Speichel produziert: In der Mundschleimhaut befinden sich etwa 1000 kleinere Drüsen, die den produzierten Speichel im Mund- und Rachenraum verteilen. Gebildet wird die Flüssigkeit von drei großen Drüsenpaaren: Die sogenannten „Ohrspeicheldrüsen“ produzieren besonders enzymhaltigen Speichel, der Speichel der „Unterzungenspeicheldrüsen“ im Mundboden ist eher dickflüssig. Zusammen mit den Unterkieferspeicheldrüsen wird der Großteil der Flüssigkeit produziert.

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