Low-carb und Keto: Verzicht auf Kohlenhydrate

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Berlin - Im Bereich der Ernährungstrends rückt immer wieder die Low-carb-Ernährung in den Fokus, bei der die Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate reduziert wird. Eine striktere Variante ist die ketogene Ernährung: Hier wird fast vollständig auf Kohlenhydrate verzichtet.

Die Low-carb-Ernährung wird vor allem als Diätvariante für einen besonders schnellen Gewichtsverlust angepriesen. Viele nutzen sie sogar als dauerhafte Ernährungsform. Bei dieser Form der Ernährung wird die Aufnahme von Kohlenhydraten reduziert. Eine feste Definition, bis zu welcher Menge Kohlenhydrate aufgenommen werden dürfen, gibt es jedoch nicht.

Reduzierter Kohlenhydratanteil

Meist ist die Rede von einem Kohlenhydratanteil von etwa 15 bis 30 Prozent, beziehungsweise 100 bis 120 g pro Tag. In welchem Ausmaß auf Kohlenhydrate verzichtet wird, kann also jeder selbst bestimmen. Statt kohlenhydratreicher Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Kartoffeln und Brot kommen vor allem fett- und eiweißreiche Produkte auf den Teller. Daher werden Eier, Fleisch, Fisch oder Milchprodukte meist mit Gemüse kombiniert.

Der Gedanke hinter Low-carb: Kohlenhydrate werden vor Eiweiß und Fett für die Energiegewinnung des Körpers genutzt. Dazu werden sie in Glukose umgewandelt, woraufhin der Körper das Hormon Insulin ausschüttet. Dieses sorgt für den Abbau der Glukose und ein Absenken des Blutzuckerspiegels – allerdings hemmt Insulin auch die Fettverbrennung. Stehen dem Körper keine Kohlenhydrate als Energiequelle zur Verfügung, muss der Körper auf Fettreserven zurückgreifen. In Folge dessen sollen die Pfunde purzeln – ohne Muskelmasse zu verlieren.

Die Kohlenhydrate, die aufgenommen werden, sollten einen niedrigen glykämischen Index besitzen – also den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen. Denn bei der Aufnahme von Kohlenhydraten kommt es meist nur zu einem kurzen Sättigungsgefühl. Durch die speziellen Kohlenhydrate werden jedoch Insulin-Spitzen vermieden und das Sättigungsgefühl hält länger an. Statt Weißbrot und Cornflakes sollten also lieber Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Obst mit einem geringen Zuckergehalt auf dem Plan stehen.

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