Spezielle Nahrungsmittel

Kefir – kaukasischer Zaubertrank Benedikt Richter, 05.08.2019 14:06 Uhr

Einen Kefirtrank anzusetzen ist gar nicht schwer. Alles was man dafür braucht ist ein Gärgefäß wie ein fest verschließbares Glas, 500 ml Milch und 8 g Kefirknollen. Kenner unterscheiden hier zwischen den verschiedenen Sorten und empfehlen oft den kaukasischen Kefir. Dieser ist besonders langlebig und kann mehrere Jahre verwendet werden. Der brasilianische Kefir kann nicht käuflich erworben werden, sondern wird von Person zu Person weitergegeben. Zuerst werden die Knollen in das Gefäß gegeben. Dann wird die Milch bei Zimmertemperatur hinzugegeben. Die Sorte oder der Fettgehalt der Milch ist dabei völlig egal, da der Kefir überall gleich gut gedeiht. Aus hygienischen Gründen sollte aber H-Milch verwendet werden. Die Herkunft der Milch ist ebenfalls unerheblich und hat nur Einfluss auf den späteren Geschmack. Es kann also sowohl die Milch von Kühen, als auch von Schafen oder Ziegen zum Einsatz kommen.

Anschließend wird das Gefäß verschlossen. Die Gärung findet anaerob statt, also ohne Sauerstoff, dennoch müssen die Fermentationsgase entweichen können. Ein locker aufgesetzter Schraubdeckel löst das Problem. Das Glas wird lichtgeschützt bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank für 24 bis 48 Stunden aufbewahrt. Anschließend können die Knollen entfernt werden und der Ansatz im Kühlschrank gelagert werden – auf keinen Fall Metallgegenstände verwenden. Diese begünstigen das Verderben der Knollen.

So kann auch das kaukasische Hausmittel Kefir zu einer interessanten Zusatzempfehlung in der Apotheke werden. Ein Allheilmittel ist es aber nicht. Dafür fehlen Studien, die eine Wirkung der Probiotika garantieren. Vorsichtig sollten immunsupprimierte Patienten sein, da es zu einem unkontrollierten Wachstum der Hefepilze im Darm kommen kann. Diese Patienten sollten die Anwendung mit ihrem Arzt absprechen.

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