Hausmittel bei Obstipation

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Berlin -

Normalerweise reguliert der Darm die Verdauung selbst. Manchmal kann er jedoch aus dem Gleichgewicht geraten und die Verdauung wird träge: Verstopfung kann die unangenehme Folge sein. Doch es muss nicht immer gleich der Griff zu Klistier und Abführmittel sein, oft können auch Hausmittel schon helfen, den Darm wieder in Schwung zu bringen.

Das Stuhlvolumen erhöht sich mit der aufgenommenen Nahrung im Laufe des Tages und übt anschließend einen Druck auf die Darmwände aus: Diese Dehnung ist für den Darm das Signal, rhythmische Kontraktionswellen auszulösen, die den Stuhl in Richtung Enddarm bewegen und die Defäkation auslösen. Ein ausgewogenes Frühstück kombiniert mit ausreichend Flüssigkeit ist übrigens schon der erste Anreiz die Peristaltik in Schwung zu bringen.

Funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr wie er soll, kommt es zu den typischen Symptomen einer Verstopfung: Harter Stuhl, Anstrengungen beim Stuhlgang wie beispielsweise starkes Pressen, sowie das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung können auftreten. Die Frequenz des Stuhlgangs geht zurück, oft werden nur kleine Mengen ausgeschieden. Wenn der Darm weniger als dreimal pro Woche entleert werden kann, spricht man von einer Obstipation.

Abführmittel können bei häufiger oder regelmäßiger Anwendung den Darm schädigen oder Betroffene in einen Teufelskreis bringen. Daher ist es ratsam, zunächst auf Hausmittel zurückzugreifen und die Lebensgewohnheiten zu optimieren. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 Litern pro Tag ist nicht nur für eine funktionierende Verdauung notwendig, sie trägt auch dazu bei, andere Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Am besten geeignet sind Wasser oder ungesüßter Tee.

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