Österreich: Mundschutzpflicht beim Einkauf

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Die Masken-Pflicht beim Einkauf sei eindeutig kein Ersatz für das Abstandhalten, sagte Kurz. „Es ist eine zusätzliche, verschärfte Maßnahme, um sicherzustellen, dass wir die Ausbreitung stärker noch reduzieren können.” Er sei sich vollkommen bewusst, dass Masken „für unsere Kultur etwas Fremdes sind”. „Es wird eine große Umstellung sein.” Kurz deutete bereits an, dass die Mundschutz-Pflicht auch auf den Arbeitsplatz ausgeweitet werden solle. Eine Begrenzung der Anzahl an Kunden pro Geschäft ist derzeit ebenfalls in Arbeit.

Bei den Masken soll es sich um einen sogenannten Mund-Nasen-Schutz handeln. Die Kapazitäten an besonders hochwertigen Masken, die das Gesundheitspersonal benötigt, soll dafür nicht angerührt werden. Wie die österreichischen Nachrichtenagentur APA am Montagnachmittag aus dem Kanzleramt erfuhr, sollen die Handelsunternehmen die Kosten für den Schutz tragen. Kunden können auch einen eigenen Schutz mitbringen. Laut dem 33-Jährigen ist Österreich das erste Land in Westeuropa, das diese Maßnahme ergreift. Tschechien hat Mitte März einen Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit eingeführt.

Bereits seit zwei Wochen sind in Österreich Ausgangsbeschränkungen und weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Kraft. Die Menschen sollen das Haus nur verlassen, wenn sie einkaufen, arbeiten oder anderen helfen müssen. Spaziergänge mit Menschen aus dem eigenen Haushalt sind gestattet. Ansammlungen mit mehr als fünf Leuten werden von der Polizei aber aufgelöst, zudem werden harte Strafen verhängt.

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