Norwegen überprüft Todesfälle

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Bislang sind in Norwegen mehr als 42.000 Menschen mit der ersten Dosis versorgt worden – darunter vor allem ältere Menschen und Personen in Pflegeheimen. „Daher ist zu erwarten, dass Todesfälle in der Nähe des Zeitpunkts der Impfung auftreten können. In Norwegen sterben jede Woche durchschnittlich 400 Menschen in Pflegeheimen und Langzeitpflegeeinrichtungen“, erklärt die Norwegische Arzneimittelbehörde (NOMA) in einer Stellungnahme.

Todesfälle kein Grund zur Besorgnis

Die Todesfälle sollen nun „sorgfältig bewertet“ und an das norwegische Gesundheitsregister weitergeleitet werden. Bislang gibt es jedoch keine Beweise für einen kausalen Zusammenhang. Eine gewisse Anzahl von zufälligen Todesfällen sei nicht ungewöhnlich, wenn Menschen mit hohem Sterberisiko geimpft werden, erklärte Stephen Evans, Professor für Pharmakoepidemiologie an der London School of Hygiene & Tropical Medicine. „Wir wissen es noch nicht, aber es scheint, dass die beobachtete Zahl der Todesfälle nicht wesentlich über der erwarteten Zahl liegt“, ergänzte er und fügte hinzu, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe – Selbstzufriedenheit sei jedoch ebenso falsch.

Wichtig sei zu ermitteln, wie hoch die Sterberate in den Pflegeheimen bei Personen war, die nicht geimpft wurden. „Sobald man das weiß, bekommt man den wahren Nenner“, erklärte Dr. Anthony Fauci, der Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases. Von den 23 Todesfällen wurden bisher 13 von der norwegischen Arzneimittelbehörde und dem Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit untersucht. Dabei habe sich gezeigt, dass sie unter den üblichen Nebeneffekten einer Impfung litten. Diese sollen bei ihnen zu sehr schwerwiegenden körperlichen Reaktionen geführt haben.

 

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