Norwegen überprüft Todesfälle

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Berlin - Im Januar hatte es verschiedene Berichte über Todesfälle nach der Covid-19-Impfung gegeben. Bislang konnte jedoch kein eindeutiger Zusammenhang hergestellt werden. Norwegen will den Tod mehrerer Patienten nun weiter untersuchen lassen.

Die neuen Corona-Impfstoffe sorgen in der Bevölkerung noch immer für Diskussionsstoff. Meldungen über Todesfälle hatten zu Beginn des Jahres zudem große Unsicherheit geschürt. In mehreren Ländern wurde über derartige Fälle berichtet, unter anderem in Norwegen. Nach Verabreichung der Covid-Vakzine von Biontech/Pfizer war es dort zu 23 Todesfällen kurz nach der ersten Impfdosis gekommen – alle Patienten waren alt und gebrechlich.

Nutzen-Risiko-Verhältnis ausführlich abwägen

Nun soll ermittelt werden, ob Nebenwirkungen der Impfung „zu einem tödlichen Ausgang bei einigen gebrechlichen Patienten beigetragen haben könnten“. Die Gesundheitsbehörden in Norwegen hatten die Vorfälle als „nicht alarmierend“ eingestuft. Dennoch wurde der Impfleitfaden mit detaillierteren Hinweisen zur Impfung bei älteren Menschen ergänzt: Ärzte müssten demnach jeden einzelnen Patienten bewerten, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Impfung und möglichen Nebenwirkungen einzuschätzen.

Für „gebrechliche ältere Personen“ könnten bereits relativ milde Nebenwirkungen zu ernsten Konsequenzen führen. Der Vorteil der Impfung könne daher für Menschen mit einer „ohnehin noch kurzen Lebenszeit“ marginal oder irrelevant sein. „Wir können nicht ausschließen, dass Nebenwirkungen des Impfstoffs, die innerhalb der ersten Tage nach der Impfung auftreten – wie Fieber und Übelkeit – zu einem schwereren Verlauf und einem tödlichen Ausgang bei Patienten mit einer schweren Grunderkrankung beitragen können“, meint Sigurd Hortemo, Chefarzt der norwegischen Arzneimittelbehörde.

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