Der registrierte Apothekenkunde

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Berlin - In Deutschland steckt die Implementierung eines bundeseinheitlichen Medikationsplans noch in den Kinderschuhen. Anderswo ist man schon viel weiter: In den Niederlanden können sich Patienten bei ihren Apotheken registrieren und in ein zentrales Register eintragen lassen. Dadurch werde der Austausch mit Ärzten und Krankenhäusern erheblich verbessert, so der Apothekerverband KNMP.

Die Möglichkeit zur Registrierung sei schon vor mehr als 20 Jahren geschaffen worden, sagt der KNMP. Der Kunde meldet sich bei einer Apotheke seiner Wahl an, häufig in seiner Nachbarschaft. Auch eine Einschreibung über Telefon oder eine Onlinemaske auf der jeweiligen Apotheken-Website ist möglich.

Beim ersten persönlichen Besuch bringt der Kunde Personalausweis und Versicherungskarte mit. Im Anschluss daran informiert er seinen Hausarzt. Die Kontaktdaten der Apotheke werden in die Patientenakte eingetragen. Für jedes Familienmitglied muss eine eigene Anmeldung erfolgen.

Jeder Patient ist frei in der Wahl seiner Apotheke. Auch eine gesetzliche Verpflichtung zur Registrierung besteht nicht. Doch raten Gesundheitsministerium und Apothekenverband zur Anmeldung, sobald mehrere Medikamente benötigt werden. Der Austausch zwischen Arzt und Apotheker werde dadurch erleichtert, so eine Sprecherin des Ministeriums. Der Arzt könne Rezepte dann zum Beispiel einfach faxen.

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