Apothekenkette: Kahlschlag bei Rite Aid

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Berlin - Bei Rite Aid wird aufgeräumt. Das Management der US-Apothekenkette wird ausgetauscht und die Organisationsstruktur reformiert. Damit soll der Aufbau des Konzerns an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden – denn von Rite Aid ist nicht mehr viel übrig.

CEO, COO, CFO, CAO – alle weg. Rite Aid tauscht beinahe seine gesamte Führung aus, um sich für die Zukunft aufzustellen. Firmenchef John Standley hat seinen Rückzug angekündigt, will aber noch im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gefunden wurde. Der Aufsichtsrat werde sich umgehend um die Suche nach einem geeigneten Kandidaten kümmern. Kermit Crawford (Chief Operating Officer) und Darren Karst (Chief Financial Officer) verlassen beide das Unternehmen. Sie werden durch Bryan Everett und Matt Schroeder ersetzt.

Auch in der zweiten und dritten Reihe gibt es viele Wechsel: Mehrere Abteilungsleiter gehen, weitere sollen folgen. Insgesamt sollen allein in der Unternehmenszentrale nahe Harrisburg in Pennsylvania 400 Stellen gestrichen werden – über 20 Prozent der dortigen Belegschaft. Auch die Struktur des Unternehmens werde grundlegend reformiert, um die Effizienz zu erhöhen. Wie genau der Umbau aussehen soll, wurde noch nicht bekanntgegeben. 55 Millionen US-Dollar (39,8 Millionen Euro) sollen durch die Rosskur jährlich eingespart werden.

Man habe sich zum Ziel gesetzt, die Struktur und Führung des Unternehmens näher an der aktuellen Größe auszurichten, erklärte Verwaltungsratschef Bruce Bodaken. „Das sind schwere Entscheidungen und wir sind uns der Auswirkungen bewusst, die sie auf viele Mitarbeiter unseres Unternehmens haben. Dennoch ist es unvermeidlich, aktiv zu werden, um unsere Betriebskosten zu senken und ein effizienteres und profitableres Unternehmen zu werden.“

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