Die Abwehr gezielt unterstützen

Nahrungsergänzung für das Immunsystem

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Berlin -

Ein funktionierendes Immunsystem ist während der Corona-Pandemie wichtiger denn je geworden. Zusätzlich zu AHA+L möchten viele etwas tun, um die Abwehr gezielt zu unterstützen. Denn Vorsorge ist der beste Schutz gegen Infekte. Sind die Erreger erst einmal im Körper angekommen, haben sie häufig leichtes Spiel. Zur gezielten Stärkung des Immunsystems stehen verschiedene Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung. Hier kommen die Klassiker unter den Vitaminen und Mineralstoffen.

Zu den „Must-haves“ in der kalten Jahreszeit zählen ganz klar Zink und Vitamin C. Doch nicht nur im Winter kann das Erkältungs-Duo punkten – denn auch, wenn die Temperaturen wärmer werden, können Erreger in der Luft liegen und für Infektionen sorgen. Vor allem die Übergangszeit mit ersten warmen Temperaturen und Sonnenstrahlen verlockt geradezu sich zu verkühlen.

Zink zur aktiven Erreger-Abwehr

Dem Spurenelement Zink werden unter anderem antivirale Eigenschaften zugeschrieben. Es ist außerdem an der Bildung und Aktivierung von Abwehrzellen beteiligt. Dadurch ist es für die Erreger-Abwehr zuständig. Zudem soll Zink bestimmte Rezeptoren blockieren, an denen unter anderem Rhinoviren andocken und für Infekte sorgen.

Die DGE empfiehlt, die Zufuhr von Zink an den Phytatgehalt der Nahrung anzupassen: Bei einer mittleren Phytatzufuhr sollen Frauen für eine tägliche Zinkzufuhr von 8 mg sorgen, Männer benötigen mit 14 mg etwas mehr. Doch es gibt Unterschiede: Je nach Zink-Verbindung kann die Bioverfügbarkeit schwanken. Besonders gut aufgenommen werden organische Salze wie Zinkgluconat, -aspartat, -orotat und -sulfat. Anorganisches Zinkoxid ist jedoch schlechter verwertbar und daher nicht so gut geeignet. Die Einnahme sollte eine halbe bis eine Stunde vor dem Essen erfolgen, zu anderen Mineralien wie Calcium, Eisen, Selen und Kupfer sollte es zeitversetzt eingenommen werden.

Vitamin C gegen freie Radikale

Vitamin C ist neben Zink ebenfalls nicht aus den Nahrungsergänzungsmitteln zur Immunstärkung wegzudenken. Denn das Vitamin greift gleich mehrfach in das Immunsystem ein: Es führt zu einer vermehrten Bildung von weißen Blutkörperchen und macht freie Radikale unschädlich. Es ist daher vor allem als Antioxidans bekannt und in dieser Funktion in zahlreichen Lebensmitteln als Konservierungsmittel enthalten.

Da das Vitamin wasserlöslich ist, kann es praktisch nicht überdosiert werden – überschüssiges Vitamin C wird über den Harn wieder ausgeschieden. Die Einnahme ist damit besonders unkompliziert. Bei höheren Dosen kann es jedoch zu einer abführenden Wirkung kommen, daher sollte auch hier nicht übertrieben werden. Am besten wird sich an den Richtwerten der DGE orientiert: Diese empfiehlt Erwachsenen ab einem Alter von 19 Jahren eine tägliche Zufuhr von 110 mg (Männer) beziehungsweise 95 mg (Frauen).

Vitamin D macht Killerzellen munter

Viele Kombi-Präparate enthalten jedoch weitere Vitamine und Mineralstoffe: Besonders beliebt ist beispielsweise auch Vitamin D. In erster Linie ist das für seine Wirkung in Bezug auf den Knochenaufbau bekannt. Doch auch bei der Immunabwehr spielt es eine wichtige und häufig verkannte Rolle, denn es aktiviert die T-Zellen, die für die Bekämpfung von Erregern wichtig sind. Bei einem zu geringen Vitamin-D-Spiegel befinden sich die Killerzellen in einer Art Ruhemodus – das Immunsystem ist folglich weniger leistungsfähig.

Da Vitamin D vorwiegend über die Haut gebildet wird, gibt es von der DGE nur Schätzwerte für die Zufuhr: Jugendliche und Erwachsene von 15 bis 65 Jahren sollen etwa 800 I.E. pro Tag zuführen. Die Empfehlungen gelten vor allem auch für ältere Menschen, Schwangere und Stillende. Die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels kann sinnvoll sein, um zu ermitteln, wie schwerwiegend ein eventueller Mangel ist: Denn dann kann auch eine höhere Dosierung sinnvoll sein.

 

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