Gematik-Gesellschafter beschließen Opt-out-ePa | APOTHEKE ADHOC
Elektronische Patientenakte

Gematik-Gesellschafter beschließen Opt-out-ePa

, Uhr
Berlin -

Die Gesellschafterversammlung der Gematik hat die Umstellung der elektronischen Patientenakte (ePA) auf eine Opt-out-Lösung beschlossen. Dies soll noch in dieser Legislaturperiode passieren.

Demnach soll die ePA dann für alle Versicherten automatisch eingerichtet werden. Wer das nicht möchte, kann aktiv widersprechen („Opt-out-Prinzip“). Die Gematik hat demzufolge den Prüfauftrag für eine „Opt-out-ePA“ erhalten. In diesem Rahmen sollen vier wichtige Opt-out-Dimensionen geprüft werden: die Bereitstellung der Akte, der Zugriff auf die ePA, ihre Befüllung und die pseudonymisierte Datenweitergabe zu Forschungszwecken. Ferner wurde beschlossen, dass auch der elektronische Medikationsplan (eMP) sowie die elektronische Patientenkurzakte (ePKA) Teile der ePA werden sollen.

Potenzial ausschöpfen

Aus Sicht der Gematik werden mit dieser Entscheidung die Weichen gestellt, um das Potenzial der ePa auszuschöpfen: „Denn als Opt-out-Lösung wird sie zu einem zentralen Teil einer modernen, digitalen Gesundheitsversorgung in Deutsch­land – patientenzentriert, zugänglich für alle Bürger:innen und unabhängig von Alter oder digitaler Affinität. Die Opt-out-ePA bündelt relevante Gesundheitsdaten von allen Versicherten individuell, sicher und souverän an einem Ort und stärkt damit die Patienten­sicherheit erheblich: Sämtliche an einer Behandlung beteiligte Leistungserbringer bekommen schnell und effizient einen Überblick über die Krankengeschichte von Patient:innen. Medikationsprozesse können besser begleitet und Doppeldiagnosen vermieden werden. Arztbriefe und Befunde liegen künftig nicht mehr in Papierform vor oder müssen per Fax oder Post versendet werden. Diagnosen und Dokumente anderer Fachkolleg:innen können vielmehr direkt nach der Untersuchung abgelegt werden und sind sofort einsehbar.“

Kassen-App bleibt Zugang

Im Vergleich zur künftigen Opt-out-Lösung müssen sich Versicherte derzeit bei ihrer Krankenkasse für eine ePA registrieren, um diese angelegt zu bekommen. Laut dem TI-Dashboard der Gematik haben daher nur 557.572 der insgesamt 74 Millionen gesetzlich Versicherten von dem Angebot bislang Gebrauch gemacht.

Die aktuelle Version der ePA kann laut Gematik weiter genutzt werden und soll in den kommenden Monaten fortentwickelt werden. Wer bereits jetzt eine elektronische Patientenakte besitzt oder plant, sich eine einzurichten, wird später seine Daten auch in der Opt-out-Variante nutzen können.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
KHPflEG im Bundestag verabschiedet
eGK-Identverfahren in der Apotheke »
Mehr als ein „beleuchtetes Stück Papier“
Gematik gegen Verschlüsselung des E-Rezeptes »
Mehr aus Ressort
Plattformen bündeln Angebote
Gedisa holt auch Gesund.de an Bord »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Impflücken und fehlende Booster
Chinas Impfproblem»
Gesundheitsministerin Sachsen-Anhalt
Grimm-Benne: Impfteams bis Februar»
KHPflEG im Bundestag verabschiedet
eGK-Identverfahren in der Apotheke»
Mehr als ein „beleuchtetes Stück Papier“
Gematik gegen Verschlüsselung des E-Rezeptes»
Per Fragebogen zum Medikament
Online-Rezept von Amazon»
WHO vergibt neuen Namen
Mpox statt Monkeypox»
A-Ausgabe Dezember
90 Seconds of my life»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Schwangere sind nicht automatisch befreit
Retaxgefahr: Zuzahlung in der Schwangerschaft»
Mehrkosten, Belieferung & Heilung
Retaxgefahr: BG-Rezept»
Schlüsselrolle bei wichtigen Stoffwechselfunktionen
Hautvitamin B2: Vorstufe von Coenzymen»
Trockene Haut, Rötungen und Entzündungen
Handekzeme: Ursache, Symptome, Behandlung»