Apothekenkooperationen

E-Rezept-App von Medicon

, Uhr
Berlin -

Die Apothekenkooperation Medicon hat eine eigene Bestell-App auf den Markt gebracht. Mit der Software können Kund:innen nicht nur Kontakt zu ihrer Apotheke vor Ort aufnehmen. Sie soll auch E-Rezepte in die Offizin vermitteln.

Während sich das Angebot an Bestell-Apps mit der Zusammenlegung von „deineApotheke“ und „CallMyApo“ und der „Linda-App“ zu Gesund.de gerade konsolidiert, bringt die Nürnberger Kooperation eine Alternative auf den Markt. Die App „M-Chat“ funktioniert wie eine Messenger-App. Kund:innen werden beispielsweise über neue Angebote per Push-Nachricht informiert. Zudem sind Coupons hinterlegt.

Über die App können Produkte vorbestellt werden. Ist die Standort-Funktion im Smartphone aktiviert, wird die nächste Mitgliedsapotheke angezeigt und Betriebe können als Favoriten gespeichert werden. „Die apothekenseitige Bearbeitung von Anfragen und Bestellungen sind jedoch in der Regel nur innerhalb der Öffnungszeiten der jeweils kontaktierten Apotheke möglich.“ Einen Anspruch des Verbrauchers auf Reaktionen der Apotheke außerhalb der üblichen Öffnungszeiten gebe es nicht, heißt es.

In sogenannten Gesundheits-Gruppen sollen sich Nutzer austauschen können. Der Chatverlauf sei datenschutzrechtlich sicher, heißt es vom Unternehmen. Auch E-Rezepte sollen perspektivisch darüber eingelöst werden: „Sobald das E-Rezept über eine Pilotphase hinaus deutschlandweit eingeführt wird, können Sie Ihr E-Rezept sicher und komfortabel über den M-Chat laden, an Ihre teilnehmende Apotheke versenden und einlösen.“

Die App wird in Mitgliedsapotheken beworben. Es liegen Flyer und weiteres Infomaterial aus. Für Kund:innen wird ein Anreiz gesetzt: Sie können sich fünf Taler sichern, wenn sie die App herunterladen. Zu Medicon gehören rund 20 Mitgliedsapotheken, ein Großteil davon im Nürnberger Raum.

Beim Portal Gesund.de haben sich bislang laut eigenen Angaben etwa 3000 Apotheken registriert, darunter mehrere Kooperationen. Die App soll noch im zweiten Quartal kommen und dann auch für Endverbraucher:innen abrufbar sein. Bei Ihreapotheken.de vom Zukunftspakt Apotheke sind laut Noweda und Burda bereits 7000 Apotheken dabei. Auch DocMorris+ sammelt Apotheken ein und hat 35 Vor-Ort-Apotheken an Bord.

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