Preis pocht auf Maskenpflicht

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Berlin - Während sich die Menschen über die zurückgewonnenen Freiheiten freuen, warnen Kritiker vor weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. So auch Thomas Preis. Der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein (AVNR) ist Mitglied im Corona-Expertenteam des Kölner Stadtanzeigers und warnt aktuell vor zusätzlichen weiteren Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen. „Solange wir keinen Impfstoff haben und weder neue Erkenntnisse zur Immunität der Bevölkerung noch zu einer Abschwächung des Coronavirus vorliegen, ist dringend zu raten, weiterhin die Maskenpflicht aufrechtzuerhalten und den Mindestabstand einzuhalten.“

In immer kürzeren Zeitabständen greifen in NRW Lockerungen bei den ursprünglich vereinbarten Schutzmaßnahmen zu einer Eindämmung der Corona-Pandemie. Gerade bei der dabei nachweislich sehr erfolgreichen Einführung der Maskenpflicht müsse aber jetzt Schluss mit weiteren Lockerungen sein. Daher plädiert Preis schon jetzt dafür, dass die bis 29. Juni verlängerte Maskenpflicht auch darüber hinaus beibehalten wird.

„Wir sind heute noch nicht sicher, ob wir in der zweiten Jahreshälfte mit einer zweiten, vielleicht noch heftigeren, Infektionswelle rechnen müssen.“ Da wäre es aus seiner Sicht schlecht, nachweislich wirksame Maßnahmen, die jetzt von den Menschen gut angenommen werden – Abstand zu halten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen – wieder für nur kurze Zeit abzuschaffen, so Preis weiter. „Was man einmal gelernt und akzeptiert hat, sollte jetzt erst einmal beibehalten werden.“ Das habe am Ende auch etwas mit Glaubwürdigkeit und Akzeptanz zu tun.

Die wichtigsten Verhaltensregeln aus seiner Sicht:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei der Begegnung mit anderen Personen
  • Mindestens 1,5 Meter Abstandhalten zu anderen Personen
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch

Einen wichtigen Baustein zur Beherrschung des Coronavirus bilde auch die gestern offiziell vorgestellte „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, betont Preis. „Die Warn-App hilft dabei festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckrisiko entstehen kann“, erklärt Preis. Gerade auch im Hinblick auf eine nicht auszuschießende zweite Infektionswelle ließen sich mit Unterstützung der App Infektionsketten gezielt nachvollziehen und schneller unterbrechen, so Preis weiter.

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