Nach Treffen mit Spahn: Staatssekretär positiv auf Corona getestet

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Berlin -

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat möglicherweise einen befreundeten Staatssekretär mit Sars-CoV-2 infiziert – oder sich bei ihm angesteckt. Am Montag war Spahn mit Entwicklungsstaatssekretär Martin Jäger essen. Nach Spahns positivem Corona-Test wurde Jäger als Kontaktperson informiert. Sein Test war positiv.

Besonders heikel an der Angelegenheit: Die Bild-Zeitung wirft dem Entwicklungsministerium vor, es habe versucht, die Infektion zu verheimlichen. Noch am Freitagabend habe ein Sprecher auf Anfrage erklärt, dass unter der Hausleitung – also Minister plus Staatssekretäre – keine Infektionen mit Sars-CoV-2 bekannt seien. Da habe das positive Testergebnis aber bereits vorgelegen. Er später habe das Ministerium eingeräumt, dass es Jäger „den Umständen entsprechend gut“ gehe.

Der verbeamtete Staatssekretär war noch am Mittwochnachmittag wie alle Kontaktpersonen über Spahns positives Testergebnis informiert worden. Als Kontaktperson der Kategorie 1 wurde er dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet: Denn Jäger und Spahn waren am Montag gemeinsam Mittag essen. Die beiden sind befreundet, kennen sich aus ihrer Zeit im Bundesfinanzministerium unter dem damaligen Hausherren Wolfgang Schäuble. Jäger war Schäubles Sprecher und strategischer Berater, Spahn war parlamentarischer Staatssekretär. Die drei Männer sollen ein enges Vertrauensverhältnis haben.

Das Gesundheitsministerium hat bereits bestätigt, dass Spahn und Jäger am Montag gemeinsam essen waren. Ob es dabei zu einer Ansteckung kam, wer wen angesteckt haben könnte oder ob sich beide unabhängig voneinander infiziert haben, ist nach Angaben des Ministeriums noch nicht bekannt. Jäger zeige nach Angaben aus Regierungskreisen bisher nur leichte Erkältungssymptome, so die Bild. Als Kontaktperson der Kategorie 1 war er noch am Mittwoch über seine Quarantänepflicht informiert worden und begab sich in häusliche Isolation und ließ sich daraufhin testen.

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