Impfmüdigkeit stellt sich ein

Geringe Nachfrage nach Valneva

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Berlin -

Viele haben lange auf ihn gewartet, trotzdem ist die Nachfrage nach dem jüngsten Covid-Impfstoff Valneva nur sehr verhalten. Gründe dafür könnten nicht nur die schmale Zielgruppe sein.

Seit der Zulassung am 13. September 2022 liegt die Zahl der gemeldeten Valneva-Impfungen bundesweit bei ingesamt 3111. Dabei gibt es starke regionale Unterschiede: Alleine aus Baden-Württemberg waren es 1810 Impfungen, während zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen 255 oder in Bremen nur zwei Patient:innen den Ganzvirusimpfstoff erhielten. Zur Einordnung: Am 10. November erfolgten bundesweit noch über 108.000 Impfungen, davon waren mehr als 1000 Spritzen Erstimpfungen. (RKI-Impfquotenmonitoring, Stand 11. November)

Schon im September hatte Valneva seine Zusammenarbeit mit IDT Biologica bei der Herstellung aufgrund der zu geringen Abverkäufe beendet. Diesen Trend beobachtet auch Birgit König, die gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Anna Marquardt die Tannen-Apotheke in Wuppertal führt. Sie bieten in ihrer Apotheke unter anderem Corona-Impfungen an – auch mit dem neuen Impfstoff. „Es hat sich eine Impfmüdigkeit eingestellt“, so König. So seien es im Vergleich zum Zeitpunkt vor zwei Wochen noch deutlich weniger Anfragen.

Bei Valneva sei das unter anderem auf die sehr schmale Zielgruppe zurückzuführen: Der Impfstoff ist lediglich für Personen zwischen 18-50 Jahren zugelassen und nur für eine Erstimmunisierung geeignet. Die wenigen Anfragen würden vor allem durch sehr gut informierte Patient:innen gestellt: Viele Impfskeptiker:innen hätten lange auf den Impfstoff gewartet und wüssten genau, worauf sie sich einließen. Aber es befänden sich auch viele der Wartenden außerhalb der Zielgruppe.

Mitverantwortlich für die rückläufige Quote seien in Königs Augen auch die gelockerten Corona-Regelungen, da viele Impfskeptiker:innen nun hoffen würden, „einfach ganz um die Impfung drum herum zu kommen“. Aktuell habe man durch eine Impfung nur wenig Vorteile im Vergleich zu stärkeren Corona-Beschränkungen zu dieser Zeit im vergangen Jahr.

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