Bußgeld für Maskenverweigerer

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Berlin - Die Ansteckungszahlen gehen stark zurück – zumindest in Deutschland und weiten Teilen Europas. Eigentlich muss der Mundschutz in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln hierzulande noch getragen werden. Wer sich in S- und U-Bahn umschaut, der wird merken, dass einige Passagiere es nicht mehr so genau mit der Regelung nehmen. So auch in der Hauptstadt. Ein Bußgeld soll die Berliner zur Vernunft bringen. In anderen Teilen der Welt steigen die Infektionszahlen hingegen weiterhin an.

Weniger Menschen haben Angst, sich oder ein Familienmitglied mit dem Coronavirus anzustecken, das ist das aktuelle Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap. Ende März waren noch 55 Prozent der Bürger besorgt, sie selbst oder ein Familienmitglied könnten sich anstecken. Dementsprechend vorsichtig verhielten sich die Menschen auch im Alltag. Nach der aktuellen Umfrage haben drei Viertel der Bürger keine Angst mehr vor einer Ansteckung. Das Verhalten hat sich dementsprechend ebenfalls geändert. Blieben die öffentlichen Verkehrsmittel im März und April weitestgehend leer, so sind Bus und Bahn aktuell wieder gut besucht. Immer mehr Menschen missachten die Mundschutzregel während der Beförderung.

Seit Samstag droht jedem, der in Berlins U- und S-Bahnen oder im Bus ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, ein Bußgeld - was jedoch offensichtlich viele nicht bekümmert. So trugen am Morgen von rund 20 Wartenden an einer Station nur drei eine Maske; im Zug waren es dann schätzungsweise zwei Drittel. Nur etwas besser sah es beispielsweise in der S-Bahn auf der Strecke entlang des Hauptbahnhofes aus, wo schätzungsweise 80 Prozent eine Maske trugen. Kontrollen waren zu der Zeit nicht zu beobachten.

Bußgeld für Maskenverweigerer

Weil zuletzt immer mehr Fahrgäste keinen Mund-Nasen-Schutz gegen Corona-Infektionen trugen, hatte der Senat am Dienstag die Sanktion beschlossen: Bei Verstößen, gegen die seit Ende April geltende Maskenpflicht, können 50 bis 500 Euro fällig werden. Die Polizei kündigte Kontrollen an, unter anderem im Zuge der ohnehin praktizierten gemeinsamen Streifen mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Dazu werde es am Sonntag Zahlen geben, nachdem die Polizeidirektionen in der Nacht ihre Ergebnisse übermittelt hätten, sagte ein Polizeisprecher. Das Bußgeld selbst verhängen die Ordnungsämter der Bezirke. Die Maskenpflicht gilt auch für Geschäfte.

Anders in den USA – Neuer Höchststand erreicht

In Amerika hingegen ist die Zahl der innerhalb eines Tages neu gemeldeten Coronavirus-Infektionen auf einen neuen Höchststand geklettert. Für Freitag meldeten örtliche Behörden mehr als 45.000 bestätigte Neuinfektionen. Vor allem in südlichen Bundesstaaten wie Florida, Texas und Kalifornien ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt innerhalb weniger Tage deutlich angestiegen. In den USA gibt es den Daten der Universität Johns Hopkins zufolge inzwischen fast 2,5 Millionen bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Mehr als 125.000 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.

 

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