Aerosole: Aufklärung kann Infektionswellen verhindern

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Berlin -

Die Infektionszahlen steigen wieder. Spätestens mit Blick in Richtung Herbst gehen viele Experten von einer weiteren Infektionswelle aus. Um Ansteckungen zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen wie sich Sars-CoV-2 ausbreitet. Ein wissenschaftliches Positionspapier will aufklären und darüber informieren, wie sich Infektionen durch Aerosole vermeiden lassen.

Aufklärung ist in Zeiten der Pandemie besonders wichtig. Das aktuelle Positionspapier ist durch die interdisziplinäre Kommission für Pandemieforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entstanden. An der Erstellung waren unter anderem Experten aus den Bereichen Aerosolforschung, Strömungsmechanik, Epidemiologie und Infektionsforschung beteiligt.

Aerosole tragen erheblich zum Infektionsgeschehen bei – das konnten zahlreiche Untersuchungen mittlerweile belegen. Ihre Abwehr könne daher ein Wiederansteigen der Infektionszahlen maßgeblich reduzieren, erklären die Experten. Darauf werde es spätestens im kommenden Herbst und Winter ankommen. „Bislang wissen jedoch noch immer nur circa 70 Prozent der Bevölkerung ausreichend über infektiöse Aerosole Bescheid – wer weniger weiß, schützt sich auch weniger.“

Schutzmaßnahmen langfristig bedeutsam

Im Positionspapier werden die Erkenntnisse zur Ausbreitung von Sars-CoV-2-Viren durch Aerosole zusammengefasst. Es soll helfen, individuelle Gefährdungen durch infektiöse Aerosole besser einzuschätzen und effektive Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Denn die Experten sind sich sicher: „Die Prävention von Infektionen wird langfristig bedeutsam bleiben, da die Pandemie weder schnell, noch einfach überwunden werden kann und ansteckendere Virusvarianten zirkulieren.“ So würden auch aktuelle Modellierungen voraussagen, dass eine dauerhafte Kontrolle der Pandemie mit realistischen Impfanteilen allein nicht zu erreichen sei und Maßnahmen für einen nachhaltigen Infektionsschutz langfristig notwendig sind.

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