Spahn über die 6 Euro noch was

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Frag Spahn Folge 14: Digitalisierung in der Apotheke mit Dr. Philipp Kircher
Berlin -

Viel zu lange hätten sich die Apotheker mit ihm nicht über zusätzliche Dienstleistungen unterhalten, moniert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisiert. Dabei sei das die Zukunft und viel wichtiger als ein Rx-Versandverbot. Im zweiten Teil des Interviews aus der Reihe „FragSpahn“ bringt Apotheker Dr. Philipp Kircher auch die Zukunftssorgen des Nachwuchses ins Gespräch.

Neulich habe er einen Vortrag an einer Schule gehalten, berichtet Apotheker Kircher. Eine Schülerin habe ihn anschließend gefragt, wie es denn nun aussieht mit ökonomischer Stabilität, den rechtlichen Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Und das habe ihn in die Bredouille gebracht. Was denn Spahn geantwortet hätte?

Ja, die Zahl der Apotheken sinke, räumt Spahn ein, wenn auch nicht allzu rasant. Gleichzeitig steige aber die Zahl der Beschäftigten in Apotheken. Und auch den Apothekern muss den Minister zufolge klar sein, dass sich ihr Geschäftsfeld in den kommenden Jahren ändern wird, mit E-Rezept und Drohnen und selbstfahrenden Autos. „Das Berufsbild des Apothekers wie von vielen anderen im Gesundheitswesen, wird sich in den nächsten 10, 15 Jahren wenn nicht in den nächsten fünf schon noch mal sehr verändern“, so Spahn. Und gerade von den jüngeren Apothekern würde er sich wünschen, dass sie das gemeinsam mit der Politik gestalten.

Kircher spricht das Thema Polymedikation an. Jeder vierte Patient nehme mehr als fünf Arzneimittel ein, aber nur die Zweite sei therapietreu. „Ich finde es essenziell wichtig, dass wir den Patienten in der Apotheke wirklich gut beraten und betreuen“, so Kircher. Und er fragt sich, warum eine so wichtige Dienstleistung nicht honoriert werde.

Spahn verteidigt sich: Er schlage seit zehn Jahren vor, nicht nur die Abgabe der Packungen zu honorieren, sondern auch Dienstleitungen. Das müsse man definieren. Natürlich sei Polymedikation ein konkreter Punkt, es gebe schon den Medikationsplan, wenn auch leider nicht digital. „Das ist eine Dienstleistung, bei der ich mir vorstellen kann, dass die nochmal klarer definiert wird, aber dann eben auch honoriert wird. Denn sie helfe den Patienten und sparten.“ Kircher als Apotheker habe viel Wissen „und das wird durch die 6 Euro noch was nicht wirklich abgebildet“.

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