PTA-Prozess: Apothekerin als Überraschungszeugin

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Im PTA-Prozess in Hannover hat eine Apothekerin als Überraschungszeugin ausgesagt.

Berlin - Am Amtsgericht Hannover wird aktuell der Fall einer PTA verhandelt, die ihren Chef um 125.000 Euro betrogen haben soll. Bei der Verhandlung am Montag trat überraschend eine neue Zeugin auf, deren Aussagen die Vorwürfe gegen die Angeklagte erhärten könnten.

Beim Gerichtstermin am Montag trat plötzlich eine Apothekerin auf, die früher Pächterin der Apotheke war und einige Jahre mit der angeklagten PTA zusammengearbeitet hat. Eigentlich wollte sie dem Prozess nur als Zuschauerin beiwohnen, doch das Gericht bat sie während der Verhandlung in den Zeugenstand. Die Aussage könnte die PTA zusätzlich belasten.

Anfänglich habe Bargeld in der Kasse gefehlt, später seien zunächst vereinzelt teure Kosmetikprodukte aus den Regalen verschwunden. Die Vorfälle hätten sich bis zur Übergabe der Apotheke gehäuft, so die Apothekerin. Jedoch habe sie nie etwas unternommen, da sie nicht habe wahrhaben wollen, dass ihre geschätzte Mitarbeiterin zu Diebstählen fähig sei.

Nachdem die Überraschungszeugin ihre Aussage gemacht hatte, beantragte die Verteidigung, die Verhandlung zu vertagen. Man habe nichts von der Zeugin gewusst und wolle sich nun auf die neue Situation vorbereiten, um angemessen reagieren zu können. Das Gericht vertagte daraufhin auf den 17. September.

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