Frauenärzte kritisieren Apotheken-Beratung

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Berlin -

Frauenärzte haben den Apothekern vorgeworfen, Frauen über die Wirkung der Pille danach nicht ausreichend aufzuklären. Zwar würden durch die Rezeptfreiheit mehr Präparate zur Notfallverhütung nach ungeschütztem Sex verkauft. Aber der Anteil, der wirkungslos bleibe, sei nach der Statistik höher als vorher, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), Christian Albring. „Ganz offensichtlich werden wesentliche Beratungsinhalte in der Apotheke nicht mit der notwendigen Dringlichkeit vermittelt.“

Mädchen und Frauen bekommen seit einem Jahr die Pille danach nicht mehr nur auf Rezept und nach einem Beratungsgespräch durch einen Arzt, sondern können sie rezeptfrei direkt in Apotheken kaufen. Die Beratung sollen die Apotheker übernehmen, so der Wunsch des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Bundesapothekerkammer hatte bereits Mitte Februar erklärt, dass die Nachfrage nach der Neuregelung logischerweise gestiegen sei. Aber: „Die Apotheker beraten intensiv. Und wir haben bisher keinerlei Sicherheitsprobleme feststellen können.“

Das Statistische Bundesamt hatte nun vor kurzem berichtet, dass im vergangenen Jahr rund 99.200 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet worden seien, 0,5 Prozent weniger als in Jahr zuvor. Damit setze sich ein jahrelanger Trend fort: Seit 2004 gehe die Zahl kontinuierlich zurück.

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