52 Prozent weniger „Pille danach“-Rezepte

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Berlin -

Die Krankenkassen profitierten von dem OTC-Switch der „Pille danach“: Seit die Präparate rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind, wurden deutlich weniger Rezepte zulasten der Kassen ausgestellt. Bei der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) gingen 52 Prozent weniger Verschreibungen ein.

Im Jahr 2014 wurde die „Pille danach“ noch 1336 Mal für SBK-Versicherte verordnet. Bis zum OTC-Switch im März habe sich die Verschreibungszahl konstant auf dem Vorjahresniveau bewegt – und sei dann „deutlich eingebrochen“, teilt die Kasse mit. 2015 wurde die „Pille danach“ noch 636 Mal für SBK-Versicherte verordnet. „Frauen nutzen offenbar verstärkt die Möglichkeit, sich das Notfallmedikament direkt aus der Apotheke zu holen“, so das Fazit bei der SBK.

Die Versicherten, die ein Notfallkontrazeptivum verschrieben bekommen, sind laut SBK durchschnittlich 18 Jahre alt. Nach wie vor sei das Verhütungsmittel für die große Mehrheit der Frauen ein Medikament für den Notfall: Mehr als 90 Prozent der Versicherten habe 2015 nur einmal zur „Pille danach“ gegriffen. Lediglich 55 Versicherte ließen sich das Medikament mehr als einmal verschreiben – vier von ihnen öfter als zweimal.

Dass Apotheken seit dem OTC-Switch der wichtigste Anlaufpunkt für Betroffene sind, hat man auch bei Aristo erkannt. Auf der Internetseite meine-notfallpille.de informiert der Hersteller über sein Präparat Levonoraristo und stellt den Nutzern außerdem eine Apothekensuche zur Verfügung. „Er zeigt ihnen auf dem schnellsten Wege und zu jeder Uhrzeit eine Apotheke in ihrem Umkreis, die geöffnet beziehungsweise Notdienst hat“, wirbt das Unternehmen.

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