„Nicht allen kann sofort geholfen werden“

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Weil Apotheken systemrelevant sind, bekommen sie besonders schnell Hilfe, um eine möglichst schnelle Wiedereröffnung zu gewährleisten.

Berlin - Wenn Apotheken unter Wasser stehen, ist schnelle Hilfe gefragt. Idealerweise werden spezialisierte Fachbetriebe beauftragt, um eine möglichst schnelle Wiedereröffnung zu gewährleisten. Worauf es dabei ankommt, erklärt Lothar Droste, Vorstand der Deutsche Gütegemeinschaft Immobilien-Schaden-Service, kurz DISDG.

Über den Schadendienst24 sind spezialisierte Abteilungen in Haustechnikbetrieben zusammengeschlossen, die sich um die schnelle erste Hilfe bei Wasserschäden kümmern. Die DISDG übernimmt die Aus- und Fortbildung der Fachleute, die Qualitätssicherung und die Abwicklung mit den Sachversicherern. Etwa 100 Betriebe in Deutschland und Österreich haben eine solche Abteilung.

In den aktuell vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinlandpfalz haben die Haustechnikbetriebe gerade alle Hände voll zu tun. Und weil Apotheken systemrelevant sind, bekommen sie besonders schnell Hilfe. „Das wissen diese Betriebe, eine Apotheke geht einfachen Einfamilienhäusern natürlich vor“, so Droste. „Dann ist es wichtig, dass man möglichst zügig die Erstversorgung macht: Keller leer pumpen, Betriebsbereitschaft sicherstellen.“

Der betroffene Raum – in der Regel der Keller – werde dann vom Rest des Betriebes abgetrennt, damit die Apotheke selbst möglichst geöffnet bleiben kann. „Denn das ist ja wichtig für die Bevölkerung.“ Natürlich sei immer zu prüfen, ob der Hauptbetrieb hygieneseitig betroffen sei. „Das kann man heutzutage mit mobilen Laboren untersuchen, die Ergebnisse hat man innerhalb einer halben Stunde“, so Droste. Zumindest sei dann bekannt, was kontaminierte ist und gegebenenfalls abzutrennen ist. Auch für die Dokumentation seien solche Testungen wichtig.

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