Apotheker befreit sich aus Insolvenz

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Berlin - Mehr als zwei Jahre hat Apotheker Thomas Kelz um seine Selbstständigkeit gekämpft. Der Inhaber der beiden Punkt-Apotheken in Bocholt stürzte in die Zahlungsunfähigkeit, konnte einen Betrieb aber in Eigenverwaltung weiterführen. Die Zukunft sieht für den Pharmazeuten positiv aus. Die Insolvenz soll bald aufgehoben werden.

Die Apotheke am Ostwall lief während des Insolvenzverfahrens weiter. Kelz beschäftigt 15 Mitarbeiter. „Ohne ihre Unterstützung wäre die Sanierung nicht möglich gewesen“, sagt er. Die Punkt-Apotheke am Ostwall hat Kelz 1997 übernommen. Zehn Jahre später öffnete er die Apotheke am Butenwall. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde die Filiale geschlossen. Momentan sei nicht geplant, die Apotheke wieder zu öffnen, so Kelz. Das Versandgeschäft wird derzeit überarbeitet.

Der Pharmazeut konnte immer auf seine Lieferanten und Kunden zählen: „Sie haben uns in dieser schweren Zeit zur Seite gestanden.“ Die Ursache für die eigene Zahlungsunfähigkeit hatte der Apotheker vor allem im Verfall der Gewinnmargen gesehen. Diese Entwicklung habe sich aber gebessert. Während des Verfahrens wurde das Geschäft vom Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus überwacht. Der Jurist wurde vom Gericht als Sachwalter bestellt.

Die Gläubiger haben während des Verfahrens nicht an dem Apotheker gezweifelt. Sowohl die Apobank als auch der Stuttgarter Großhändler Gehe haben dem Insolvenzplan jetzt zugestimmt. „Wir freuen uns über die überwältigende Mehrheit“, sagt Rechtsanwältin Nicole Scholze von der Kanzlei Andres Schneider. Die Juristin unterstützt den Apotheker beim Restrukturierungsprozess.

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