Infektionsschutzgesetz

Impfzentren: Mehr Netto für Apotheker:innen und PTA

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Berlin -

Nur wenige Wochen nach Schließung der Impfzentren werden unter Hochdruck wieder Impfstellen aus dem Boden gestampft. Händeringend wird Personal gesucht, denn die bisherigen Mitarbeiter:innen haben sich vielfach anders orientiert. Um die Tätigkeit attraktiver zu machen, soll auch für Apotheker:innen und PTA mehr unter dem Strich übrig bleiben.

„Um den Personalbedarf in den Impfzentren und den daran angegliederten mobilen Impfteams im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung zu decken, müssen neben Ärztinnen und Ärzten auch Zahnärztinnen und Zahnärzte, Tierärztinnen und Tierärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker zusätzlich zu ihrer sonstigen Tätigkeit oder aus dem Ruhestand für die Übernahme dieser Dienste gewonnen werden“, heißt es im Entwurf für ein „Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen Covid-19“.

„Um das Engagement dieser weiteren Berufsgruppen zu erleichtern, wird die bislang für Ärztinnen und Ärzte geregelte Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung für Tätigkeiten in den Impfzentren im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung und den daran angegliederten mobilen Impfteams entsprechend ausgedehnt.“ Zudem wird die in der Regelung enthaltene zeitliche Befristung bis zum 31. Mai 2022 verlängert. Damit wird die Verlängerung der ImpfV nachvollzogen.

In dieser Woche soll das Gesetz durch die parlamentarischen Beratungen gebracht werden. Zur Stunde ist die 1. Lesung im Plenum vorgesehen. Danach beschäftigt sich der Hauptausschuss mit dem Vorschlag; er führt die Ausschussgeschäfte, bis die eigentlichen Ausschüsse eingesetzt werden. Am Freitag steht die 2. und 3. Lesung an.

Besser beim zweiten Versuch

Zum Teil berichten Apotheker:innen und PTA von verbesserungswürdigen Zuständen in den Impfzentren. Vor allem in der Hauptstadt kam es im vergangenen Winter zu ausstehenden Gehältern, falsch abgerechneten Stundenzetteln und spontan abgesagten Arbeitseinsätzen. Fachkompetenz wurde nur bedingt geduldet – die allgemeinen Arbeitsabläufe spielten sich nur langsam ein. Diskussionen über sechs oder sieben Dosen und offene Fragen rund um das Thema Haftung führten dazu, dass einige Kolleg:innen nur kurz im Impfzentrum tätig waren. Um beim zweiten Versuch einiges besser zu machen, sollten nicht nur die Arbeitsverträge angepasst werden, sondern auch zahlreiche offene Fragen rund um Booster- und Kinderimpfungen geklärt werden.

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