Erkältungszeit, Corona, Impfzeitpunkt

Grippeschutz: Fakten rund um die Impfung

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Berlin -

Die Impfquoten der Influenzaimpfung sind seit Jahren zu niedrig. Warum es gerade in der Corona-Pandemie für vulnerable Gruppen wichtig ist, sich zu immunisieren und wem die Ständige Impfkommission (Stiko) die Grippeschutzimpfung empfiehlt – ein Überblick. Die Übersicht als Download gibt es hier.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Influenza-Impfung folgenden Personen:

  • allen Personen ab 60 Jahren
  • allen Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens schon ab 1. Trimenon
  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronischen Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder anderen Stoffwechselkrankheiten)
  • Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können
  • Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko (medizinisches Personal)

Influenza- & Covid-Impfung zusammen – geht das?

Die Influenza-Impfung kann simultan mit einer Covid-Impfung verabreicht werden. Empfohlen wird dabei in unterschiedliche Gliedmaßen zu impfen (linker Arm und rechter Arm). Influenza-Impfstoffe werden generell nicht als Booster entwickelt, deshalb sollte pro Saison nur eine Influenza-Impfung verabreicht werden. Bei gesunden Kindern und Erwachsenen unter 60 Jahren verläuft die Erkrankung in der Regel ohne schwere Komplikationen. Direkt abgeraten von einer Impfung wird seitens der Stiko jedoch nicht.

Der richtige Zeitpunkt zur Immunisierung ist ab Oktober bis Mitte Dezember. Der Impfschutz braucht etwa zehn bis vierzehn Tage, um sich vollständig aufzubauen. Meist erreicht die Grippewelle nach der Jahreswende ihren Höhepunkt.

Ansteckung durch Geimpfte?

In Deutschland werden Influenzaimpfstoffe als Totimpfstoffe verwendet. Durch die Impfung mit einem Totimpfstoff wird weder die Krankheit hervorgerufen, noch können Impfviren an Dritte weitergegeben werden. Anders bei Kindern: Hier wird ein Lebendimpfstoff eingesetzt, der in Form eines Nasensprays appliziert wird. Er kann bei Erwachsenen zum Einsatz kommen, wenn eine starke Abneigung gegen Spritzen besteht oder eine Störung der Blutgerinnung vorliegt. Kontakt zu immungeschwächten Personen sollte laut Empfehlung der Stiko nach Applikation des Lebendimpfstoffes für ein bis zwei Wochen vermieden werden.

Nebenwirkungen der Impfung

Wie bei allen Impfungen kann es unmittelbar nach der Applikation der Injektion zu Impfreaktionen kommen. Besonders häufig treten Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen auf. Diese können manchmal auch ausstrahlen und den gesamten Arm betreffen. Manchmal kann es auch zu systemischen Reaktionen kommen: Dazu zählen Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder Unwohlsein und Durchfall.

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