Direktvertrieb

812 Euro zu viel: MSD „vergisst“ Preissenkung Alexander Müller, 01.03.2017 08:04 Uhr

Berlin - Es kommt immer mal wieder vor, dass hochpreisige Arzneimittel nicht beim Großhändler verfügbar sind und die Apotheke direkt beim Hersteller bestellen muss. Das bedeutet nicht nur mehr Aufwand, sondern ist aufgrund kurzer Zahlungsfristen oft auch wirtschaftlich uninteressant. Richtig teuer wird es für die Apotheke, wenn der Hersteller wie in diesem Fall MSD Sharp & Dohme seine eigene Preisanpassung vergessen hat.

Eine Apotheke in Hessen musste das Lungenhochdruckmittel Adempas (Riociguat) gegen pulmonale Hypertonie direkt beim Hersteller MSD Sharp & Dome bestellen. Das Präparat wird eingesetzt bei chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) und bestimmten Formen der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH).

Der Apotheker bestellte unlängst die N3 Packung mit 294 Tabletten. Die Bestellbestätigung von MSD weist einen Nettoeinkaufspreis (EK) von 7775,60 Euro aus – Adempas zählt zu den besonders hochpreisigen Arzneimitteln.

So teuer wie von MSD veranschlagt ist das Präparat aber eigentlich nicht mehr: Zum Jahreswechsel sank der EK auf „nur noch“ 6963,20 Euro. In der EDV ist dieser Preis auch hinterlegt. Der Apotheker fragte beim Hersteller nach, wofür dieser zusätzlich 812,40 Euro veranschlage. „Im Kundencenter hieß es, sie hätten vergessen die Preisänderung einzutragen“, erinnert sich der Apotheker.

Natürlich habe er die Bestellung storniert, berichtet der Apotheker. MSD habe bei dieser Gelegenheit nachgefragt, ob er gleich zum neuen Preis bestellen wolle. Aber der Apotheker wollte diesmal auf Nummer sicher gehen und lieber noch zwei Tage warten, damit die Änderung auch sicher vollzogen ist. Mit seiner Bestellung hatte es keine Eile.
  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Herstellbetriebe

Wegen Behörde: Medios sagt Neubau ab»

Verwaltungsgericht Karlsruhe

Hüffenhardt: Gericht inspiziert DocMorris-Automat»

Gewinn steigt kräftig

„Medikamente oder ganze Firmen“: Stada will zukaufen»
Politik

Kleine Anfrage

FDP fragt nach Missbrauch von Arzneimitteln»

SPD zur Apothekenreform

Lauterbach: Nicht mit Zitronen handeln»

Neuer Plan B

Spahn: Mehr Botendienst und 150 Millionen Euro»
Internationales

USA

Apothekenkette: Kahlschlag bei Rite Aid»

Österreich

Keine Zwangsmittagspause mehr für Apotheken»

Galenica

Schweiz: Apotheken verdrängen Drogerien»
Pharmazie

AMK-Meldung

Fenistil: Beipackzettel schlecht lesbar»

Medizinalhanf

Aurora liefert Cannabisblüten-Vollextrakt»

Ezetimib/Simvastatin

Inegy-Generika: Erfolg in zweiter Instanz für Stada»
Panorama

In Münster haben sie eines ergattert

Apothekerin im Ü-Ei»

Schock in Braunschweig

Vermummter Täter überfällt Apotheke mit Pistole»

Tarifeinigung für Helios-Ärzte

Zweimal 2,5 Prozent mehr Geld»
Apothekenpraxis

Ersatzkassen

DAK und KKH: Ausschreibung für 123 Lose»

Digitalisierung

Apotheker zum eRezept: „Kein Sinn und kein Zweck“»

Nachfolgersuche erfolglos

Nach Treppensturz: Apotheker muss schließen»
PTA Live

PTA-Schule München

Premiere: Klassenraum wird Sterillabor»

Ausbildung

„PTA-Schüler bereuen Ausbildung nicht“»

Schweinfurt

PTA-Schule: „Wir haben uns hoffentlich endgültig erholt“»
Erkältungs-Tipps

Kleine Pflanzenkunde: Kampferbaum

Wissenswertes über Campher»

Hausmittel

Propolis: Heilmittel aus dem Bienenstock»

Die Erkältungsknolle

5 Tipps für den Einsatz von Ingwer»