DAK: „Das Rezept schicken wir Ihnen nicht zurück“

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Berlin -

Apotheker können Retaxationen wegen Formfehlern seit dem Schiedsspruch des vergangenen Jahres abwenden – allerdings nur vor der Abrechnung. Fällt der Fehler erst auf, wenn die Verordnung bereits auf dem Weg zur Krankenkasse ist, ist es zu spät. So wie bei einem Betäubungsmittelrezept einer Apotheke in Dresden, bei dem ein Buchstabe fehlte und das die Inhaberin jetzt mehrere hundert Euro kosten wird.

Ein Versicherter der DAK legte im Oktober ein BtM-Rezept über Palexia (Tapentadol), Jurnista (Hydromorphon) und Palladon (Hydromorphon) in der Ostend-Apotheke vor. Die zulässige Höchstmenge wurde überschritten, das wurde auch von ScanAdhoc richtig angezeigt – genauso wie andere Hinweise.

Weil die Mitarbeiter noch unerfahren mit der digitalen Rezeptprüfung war, übersah sie die dritte Anmerkung. Inhaberin Thea Faßbender stellte kurze Zeit danach fest, dass dem Hinweis auf das fehlende „A“ nicht nachgegangen worden war. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Verschreibung das Rechenzentrum aber schon verlassen und war auf dem Weg zur Krankenkasse.

„Das Rezept schicken wir Ihnen nicht zurück“, bekam Faßbender von der DAK zu hören. Einige Krankenkassen, wie zum Beispiel die AOK, seien kooperativ und kulant, berichtet die Apothekerin. Bei der DAK sei ein Einspruch jedoch „sinnlos“. Daher entschied sie sich, den Verlust über 650 Euro wegen eines fehlendes Schriftzeichens in Kauf zu nehmen. „Die Krankenkasse hat ja Recht“, gesteht die Pharmazeutin.

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