Bürgertests: Jede zweite Apotheke steigt aus

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Berlin -

Jede zweite Apotheke, die ihren Kund:innen bislang die Möglichkeit angeboten hat, sich auf Corona testen zu lassen, ist nach der Änderung der Testverordnung (TestV) ausgestiegen oder hat dies noch vor. Dies ergab eine Befragung von aposcope, die am Wochenende auf der APOTHEKENTOUR in Stuttgart vorgestellt wurde.

Laut der Umfrage unter 500 verifizierten Apotheker:innen und PTA hat jede zweite Apotheke noch keine Bürgertests durchgeführt. Von denjenigen Apotheken, die den Service bislang abgeboten haben, will nur die Hälfte dabei bleiben. 14 Prozent haben die Tätigkeit mit Änderung der TestV eingestellt, weitere 24 Prozent sogar schon früher. 8 Prozent wollen so lange Schnelltests durchführend, bis die Vorräte aufgebraucht sind. Und 4 Prozent haben aufgrund der neuen Regelungen das Angebot vorläufig eingestellt, bis die Fragen zur Abrechnung und Dokumentation geklärt sind.

Dabei sind 43 Prozent der Befragten der Meinung, dass man schon mitten in der nächsten Corona-Welle sei. 9 Prozent rechnen damit noch im Sommer, 37 Prozent im Herbst und 5 Prozent im Winter. Dass es gar keine neue Welle mehr geben wird, glauben nur 6 Prozent.

Die Eigenbeteiligung wird übrigens in den Apotheken, die noch Tests durchführen, für die Verbraucher:innen meistens fällig: Nur 11 Prozent gaben an, dass sie den Betrag von 3 Euro übernehmen, damit die Kundschaft sich weiterhin kostenlos testen lassen kann.

An der Befragung nahmen am 4. und 5. Juli insgesamt 501 verifizierte Apotheker:innen und PTA teil.

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