DHL-Posse

Arzneimittelversand: Keine Ankunft in Sicht

, Uhr
Berlin -

Dass es im Arzneimittelversand nicht ganz so schnell geht wie in der Apotheke vor Ort, ist klar. Aber Peter Münster aus dem hessischen Taunusstein hat in der zurückliegenden Woche einen nahezu kafkaesken Kampf mit der DHL durchstehen müssen. Seine Arzneimittel hat er nach zehn Tagen trotzdem noch nicht – sie wurden zurück an den Versender geschickt.

Vergangenen Mittwoch hatte Münster bei Medikamente-per-klick bestellt. „Ich bestelle seit Ewigkeiten dort“, sagt er. Doch so etwas wie die letzten Tage habe er noch nicht erlebt. Zwei Tage nach der Bestellung informierte er sich online in der Sendungsverfolgung der Post, wann er denn mit dem Paket rechnen könne, beschreibt das Wiesbadener Tagblatt den Ablauf der Ereignisse. „Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet“, wurde ihm da aus dem Paketzentrum Saulheim mitgeteilt. Morgens, kurz nach 5 Uhr war das. Drei Stunden später erhielt er die Benachrichtigung, dass das Paket in das Zustellfahrzeug geladen worden sei. So weit war alles in Ordnung.

Am frühen Nachmittag dann begann es merkwürdig zu werden: „Der Empfänger ist nicht zu ermitteln (unbekannt verzogen)“, bekam er da mitgeteilt. Also ruft Münster die Servicenummer an und erfährt dort, dass das Paket nachweislich richtig beschriftet ist.

„Ich wohne dort seit fast 50 Jahren, das Haus hat zwei deutlich sichtbare Hausnummern und sowohl Briefkasten als auch Klingel sind gut lesbar beschriftet“, zitiert ihn das Tagblatt. Wieder vergehen drei Stunden, bis ihm online das Offensichtliche mitgeteilt wird: „Die Sendung konnte heute nicht zugestellt werden.“

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