Frensemeyer vs. Cura-San

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Berlin - Wer seine Apotheke abgibt oder schließt, muss sich nicht nur von seinen Stammkunden verabschieden. Mindestens ebenso wichtig ist es, die Kündigungsfristen laufender Verträge im Blick zu behalten. Apotheker Dietmar Frensemeyer streitet mit seiner ehemaligen Kooperation Cura-San über den Ausstieg. Wegen geforderter Mitgliedsbeiträge will er vor Gericht ziehen.

Frensemeyer hat seine Stadt-Apotheke in Achern zum Jahreswechsel an Axel Fels übergeben. Der Kollege hatte aber kein Interesse an einer Mitgliedschaft bei Cura-San. Frensemeyer kündigte seinen Vertrag – allerdings offenbar nicht rechtzeitig. Cura-San verwies den Apotheker auf die sechsmonatige Kündigungsfrist. Bis zu deren Ablauf Ende Juli soll er weiterhin seinen Monatsbeitrag bezahlen. Da Frensemeyer sich dagegen verwehrt, hat er mittlerweile Mahnbescheide der Kooperation auf dem Schreibtisch.

Fünf Jahre war Frensemeyer Mitglied bei der Kooperation, die sich auf Hilfsmittelverträge spezialisiert hat. Die Mitglieder können neuen Verträgen automatisch beitreten und werden auf der Homepage der Kooperation als Partner vermittelt. Über die Firma Cura-San Services können die Apotheker zudem Marketingmaßnahmen nutzen. Auch von dieser Stelle hat Frensemeyer eine Mahnung erhalten.

Der Apotheker sieht nicht ein, warum er weiterhin den Mitgliedsbeitrag zahlen soll: „Logisch, dass Cura-San nach meiner Geschäftsaufgabe nichts mehr für mich tun kann. Ich habe ja weder eine Betriebserlaubnis noch gültige Lieferverträge.“ Auch Flyer könne ich nicht mehr verteilen. „Dass Cura-San darauf besteht, obwohl die nichts mehr für mich tun können, halte ich für einigermaßen geldgierig“, so der Apotheker.

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