Zuzahlungen: Wer und wieviel

, Uhr

Berlin - Mehrkosten und Zuzahlungen: Versicherte müssen in der Apotheke unterschiedliche Aufwendungen leisten. Die gesetzliche Zuzahlung bleibt jedoch nicht in der Apotheke, sondern wird direkt an die Krankenkasse weitergegeben. Die Höhe richtet sich nach dem verordneten Produkt. Eine Übersicht, was wann gilt.

Arzneimittel: Patienten zahlen mindestens fünf und maximal zehn Euro zu. Die Höhe richtet sich nach dem Preis des Medikamentes. Liegt dieser zwischen 50 und 100 Euro, werden 10 Prozent des Apothekenverkaufspreises (AVP) fällig. Für alle Kassen gilt: Liegt der Verkaufspreis des Arzneimittels mindestens 30 Prozent unter dem Festbetrag, ist das Präparat von der Zuzahlung befreit. Der Festbetrag wird vom GKV-Spitzenverband festgelegt und ist der Betrag, den die Krankenkassen maximal für das Arzneimittel bezahlen. Von der Zuzahlung befreit ist außerdem, wer ein Rezept mit der zugehörigen Berufsgenossenschaft als Kostenträger einreicht.

Unterschiedliche Zuzahlungen sind aufgrund der Rabattverträge möglich, so können die Kosten der einzelnen Versicherten für ein- und dasselbe Medikament variieren. Für Rabattpräparate kann die Zuzahlung halbiert oder ganz aufgehoben werden. Man spricht von der kassenspezifischen Zuzahlungsermäßigung. Die Entscheidung obliegt alleine der Kasse.

Ungeachtet dessen können Versicherte beim Kostenträger eine Zulassungsbefreiung beantragen. Wenn klar ist, das die Belastungsgrenze überschritten wird, kann der Eigenanteil im Voraus gezahlt werden. Dies nutzen besonders chronisch Kranke, die einen Eigenanteil von 1 Prozent leisten müssen. Liegt keine chronische Erkrankung vor, zahlen Versicherte 2 Prozent ihres jährlichen Bruttoeinkomme

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Nach Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern
Impftourismus: Razzia in Bayern»
Zwischen Lockerungen und Sicherheit
Sorge wegen Delta-Variante»
Adressfeld abgeklebt, Impfdaten nicht passend
Impfzertifikate: Erste Fälschungen in Apotheken aufgetaucht»
Impf-Aktion: 1000 Impfungen für 8000 Einwohner
Apotheker lässt seinen Heimatort durchimpfen»
Pilotprojekt zu Stationsapothekern
Darmstadt: Apothekerin geht auf Visite»