Jumbopackung

Vigantol 200 Stück: Was wird geliefert? APOTHEKE ADHOC, 07.03.2018 07:49 Uhr

Berlin - OTC-Arzneimittel zulasten der GKV: Apothekenpflichtige Arzneimittel mit Vitamin D werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Kassen erstattet. Wie sieht es aber bei Packungen außerhalb des Normbereichs aus? Dürfen die Rezepte beliefert werden oder wird eine neue Verordnung benötigt?

Vigantol 1000 I.E. ist als apothekenpflichtiges Arzneimittel in drei Packungsgrößen auf dem Markt. Die N2-Packung enthält 50 Stück, 100 Tabletten sind in der N3. Die Packung zu 200 Tabletten ist ohne Normkennzeichen gelistet. Da Vitamin D auf der OTC-Ausnahmeliste aufgeführt ist, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss erstellt wird, können die Arzneimittel zu Lasten der GKV abgerechnet werden.

„Vitamin D ist als Monopräparat bei ausreichender Calciumzufuhr über die Nahrung nur zur Behandlung der manifesten Osteoporose, nur zeitgleich zur Steroidtherapie bei Erkrankungen, die voraussichtlich einer mindestens sechsmonatigen Steroidtherapie in einer Dosis von wenigstens 7,5 mg Prednisolonäquivalent bedürfen“, oder einer Bisphosphonattherapie erstattungsfähig.

Apotheken müssen jedoch bei der Abgabe die Packungsgrößenverordnung (PackungsV) beachten. Für Vitamine gelten je abgeteilter oraler Darreichungsform folgende Messzahlen: N1 16 bis 24 Stück, N2 45 bis 55 Stück und N3 95 bis 100 Stück. Vigantol zu 200 Tabletten liegt somit außerhalb des Normbereiches und kann als Jumbopackung bezeichnet werden, deren Erstattung ausgeschlossen ist. In der PackungsV heißt es: „Packungen, deren Inhalte die jeweils größte der auf Grund dieser Verordnung bezeichneten Packungsgröße übersteigen, dürfen nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben werden.“ Auch im Sozialgesetzbuch (SGB V) ist eine entsprechende Vorgabe zu finden.

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