Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid

T-Rezept: Eine Verordnung – zwei Teile – drei Wirkstoffe

, Uhr
Berlin -

Das T-Rezept ist ein Sonderrezept, welches nur für die Verordnung von Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid genutzt werden darf. Da die drei Wirkstoffe stark teratogen sind, werden sie auf einer gesonderten Vorlage verordnet. Die Rezepte sind zweiteilig und nummeriert.

T-Rezepte bestehen aus zwei Teilen – einem Original und einem Durchschlag. Teil 1 dient zur Abrechnung mit der Krankenkasse und Teil 2 wird wöchentlich an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geschickt. Jedes Rezept trägt eine individuelle T-Rezeptnummer. Diese sichert die eindeutige Zuweisung jeder Verordnung zum im T-Register gemeldeten Arzt. Es darf nur ein Arzneimittel der Stoffgruppe auf einem Rezept verordnet werden. Neben der Bezeichnung des Fertigarzneimittels sind die dazugehörige Stärke, Darreichungsform und Menge anzugeben. Bei Individualrezepturen muss die genaue Zusammensetzung nach Art und Menge inklusive einer Gebrauchsanweisung angegeben sein.

Erforderliche Angaben vor der Belieferung

  • Patientendaten
    • Analog zum normalen Muster-16-Rezept
  • Ausstellungsdatum
    • Gültigkeit: 7 Tage (inklusive Ausstellungstag)
  • Verordnungsfeld
    • Rezept nur gültig für Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid, keine Verordnung von anderen Arzneimitteln auf demselben Rezept
    • Gebrauchsanweisung
    • Höchstmengen: Bedarf für drei Monate, bei Frauen im gebärfähigen Alter maximal vier Wochen; Apotheke unterliegt der Prüfpflicht
  • Bestätigung des Arztes
    • Verordner muss Felder über Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen und Übergabe von Informationsmaterial ankreuzen
    • Einordnung von In- oder Off-Label-Use
  • T-Rezeptnummer
    • Diese individuelle Nummer ermöglicht die Zuweisung zu einer einzelnen ärztlichen Person im T-Register des BfArM

    Newsletter
    Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

    Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

    Mehr aus Ressort
    Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
    Retaxgefahr Rezeptur »

    APOTHEKE ADHOC Debatte

    Weiteres
    Fragenkatalog der Professoren
    Biontech gibt Antworten»
    Zulassung für Corona-Medikament
    EMA empfiehlt Paxlovid»
    Bestellung ab kommender Woche möglich
    Abda: Apotheken impfen ab 8. Februar»
    162 Millionen Impfungen, 205 Millionen Impfnachweise
    Zertifikate-Chaos: Erfahrung aus dem HV»