„Rezept gültig bis: ...“

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Berlin - Wie lange gilt welches Rezept? Pharmazeutisches Personal kann die Frage im Schlaf beantworten. Dabei gibt es einen Haken. Laut Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) obliegt dem Arzt die Gültigkeitsdauer.

Kassenrezepte und Privatrezepte sind drei Monate gültig. Jedoch übernehmen die Kassen für gesetzlich Versicherte je nach Bundesland mit einer Frist von 28 beziehungsweise 30 Tagen nach Ausstellungsdatum die Kosten. Muster-16-Formulare können jedoch noch bis zum Ablauf der drei Monatsfrist eingelöst werden, allerdings wird der Kunde dann zum Selbstzahler.

In § 2 AMVV ist festgelegt, welche Angaben ein Rezept enthalten muss. Neben Name und Geburtsdatum der Person, für die das Arzneimittel bestimmt ist und der Bezeichnung des Fertigarzneimittels oder des Wirkstoffes einschließlich der Stärke ist unter Punkt acht die „Gültigkeitsdauer der Verschreibung“ anzugeben.

Weiter heißt es: „Fehlt die Angabe der Gültigkeitsdauer, so gilt die Verschreibung drei Monate.“ Demnach kann der Arzt eine individuelle Gültigkeitsfrist festlegen – die Erstattungsfrist bleibt jedoch unberührt.

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