Preisbildung für parenterale Zubereitungen – Teil 2

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Berlin - Bei parenteralen Zubereitungen ist auch in Sachen Taxierung einiges zu beachten. Neben den verwendeten Inhaltsstoffen und Primärpackmitteln müssen auch Hilfsmittel und Verwürfe taxiert werden. Teil 1 behandelt Grundlagen zum Thema allgemeine Preisbildung, Verwürfe und Packmittel. Teil 2 geht auf die spezifischen Zusatzregelungen innerhalb der Preisbildung je nach Wirkstoff ein.

Zytostatika und monoklonale Antikörper (MAK): Hier wird zusätzlich zum Abrechnungspreis für nicht patentgeschützte Wirkstoffe ein Abschlag von 30 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis abgezogen. Für Zubereitungen mit Paclitaxel-und Docetaxel beträgt der Abschlag 46 Prozent. Für die Abrechnung von Trägerlösungen beträgt der Abschlag 10 Prozent. Für Leerbeutel und andere Primärpackmittel sowie Pumpen, Kassetten und Spritzen, die als Primärpackmittel dienen, ist ein Aufschlagssatz von 15 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis anzuwenden. Pro applikationsfertiger zytostatikahaltiger Einheit beträgt der Zuschlag 90,00 Euro. Pro applikationsfertiger MAK-haltiger Einheit beträgt der Zuschlag 87,00 Euro.

Antibiotika und Virustatika: Hier wird zusätzlich zum Abrechnungspreis für nicht patentgeschützte Wirkstoffe ein Abschlag von 10 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis abgezogen. Für die Abrechnung von Trägerlösungen gelten keine gesonderten Regelungen. Auf Primärpackmittel wie Leerbeutel, Pumpen, Kassetten und Spritzen, die in der Zubereitung als Primärpackmittel dienen, ist ein Aufschlagssatz von 15 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis anzuwenden. Pro applikationsfertige Einheit ist ein Zuschlag von 51,00 Euro abrechnungsfähig.

Schmerzmittel: Hier wird zusätzlich zum Abrechnungspreis für nicht patentgeschützte Wirkstoffe ein Abschlag von 10 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis abgezogen. Für die Abrechnung von Trägerlösungen gelten keine gesonderten Regelungen. Auf Primärpackmittel wie Leerbeutel, Pumpen, Kassetten und Spritzen, die in der Zubereitung als Primärpackmittel dienen, ist ein Aufschlagssatz von 15 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis anzuwenden. Pro applikationsfertige Einheit ist ein Zuschlag von 51,00 Euro abrechnungsfähig. Der Zuschlag für Injektionslösungen bis 20 ml beträgt 8,00 Euro (§ 5 Abs. 3 Arzneimittelpreisverordnung).

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