Retax-Gefahr

Nur Filgrastim ist nicht genug APOTHEKE ADHOC, 19.12.2017 14:53 Uhr

Berlin - Retax-Falle Biologicals: Im Herbst erreichten erneute Absetzungen von Filgrastim-Verordnungen die Apotheken. Betroffen sind vor allem Rezeptbelieferungen mit Filgrastim Hexal, denen laut Kassen nicht zulässige Wirkstoffverordnungen zugrunde liegen.

Für Biologicals muss der Arzt eine namentliche Verordnung ausstellen, nur der Wirkstoff ist nicht ausreichend. Ist dies der Fall, liegt eine unklare Verordnung nach §17 Absatz 5 Satz 2 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) vor, die nicht beliefert werden darf. Apotheker sind zur Klärung verpflichtet. Dazu ist eine Arztrücksprache unverzichtbar, denn nur dann kann die Apotheke richtig liefern. Die Rücksprache muss auf der Verordnung dokumentiert werden.

Ist bei einer namentlichen Verordnung ein Rabattvertrag einzuhalten, muss entsprechend Rahmenvertrag beliefert werden, sofern die Präparate nach Anlage 1 Rahmenvertrag nach § 129 SGB V als austauschbar und wirkstoffgleich eingestuft und gelistet sind. Entspricht der Rabattvertrag nicht den Bestimmungen der Anlage 1, findet kein Austausch statt. Die Apotheke muss das verordnete Arzneimittel, eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel oder einen wirtschaftlichen Import abgegeben, sofern die Austauschbarkeit gegeben ist.

Der Fall Filgrastim: Verordnen Ärzte das Arzneimittel lediglich unter der Angabe „Filgrastim“, handelt es sich um eine Wirkstoffverordnung, die im Fall des Biologicals nicht zulässig ist. Apotheken haben für diese Wirkstoffe keine freie Auswahl in der Belieferung – der Arzt muss herstellerbezogen verordn

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