Muster-16: Sonderfall Bundeswehr

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Berlin - Rezeptbelieferung zu Lasten GKV-unabhängiger Kostenträger: Für Verordnungen zu Lasten der Berufsgenossenschaften, der Bundespolizei und der Postbeamtenkrankenkasse gelten Besonderheiten. Aber auch bei Rezepten zu Lasten der Bundeswehr müssen Apotheken Verschiedenes beachten.

Wer darf verordnen? Zur Ausstellung eines Rezeptes für einen Angehörigen der Bundeswehr berechtigt sind sowohl Ärzte oder Zahnärzte der Bundeswehr, als auch zivile Ärzte. Letztere nutzen ein reguläres Muster-16-Formular, der Bundeswehrarzt verwendet den Sanitätsvordruck 0492.

Was darf verordnet werden? Zu Lasten der Bundeswehr dürfen verscheibungspflichtige Arzneimittel, Hilfsmittel und apothekenübliche Waren verordnet werden. Grundlage ist der Arzneiliefervertrag der Bundeswehr. § 1 besagt: „Die an diesem Vertrag beteiligten Apotheken übernehmen unter den nachstehenden Bedingungen die Lieferung von Arzneimitteln und apothekenüblichen Waren einschließlich Hilfsmitteln (§ 25 Apothekenbetriebsordnung).“

Zu den apothekenüblichen Waren gehören unter anderem Medizinprodukte und Mittel zur Körperpflege. In puncto Hilfsmittel ist es wichtig zu beachten, dass die Apotheke dem jeweiligen Hilfsmittelversorgungsvertrag beigetreten sein muss und eine Präqualifizierung nachweisen kann. Außerdem sind je nach Krankenkasse individuelle Verträge bezüglich der Genehmigung zu beachten. Verordnungssausschlüsse wie die OTC-Ausnahmeliste gelten nicht.

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