Retax-Fallen

Muster-16-Formular ≠ Muster-16-Formular APOTHEKE ADHOC, 16.03.2018 08:01 Uhr

Berlin - Auf den ersten Blick sehen die „rosa Rezepte“ alle gleich aus, doch der Teufel liegt im Detail. Denn für einige Verordnungen auf dem Formular zur Abrechnung bei der Kasse gelten Sonderregelungen. Wir haben einige zusammengefasst und eine Übersicht erstellt.

Das „Bürokratiemonster“ Entlassrezept:
Seit Oktober dürfen Klinikärzte Rezepte zu Lasten der Kassen ausstellen. Für die Formulare gelten strenge Anforderungen, Retaxationen sind vorprogrammiert. Entlassrezepte müssen als Originalverodnung ausgestellt werden, eine Kopie ist nicht zulässig. Auch Aufkleber beispielsweise mit den Patientendaten dürfen keinen Platz auf den Verordnungen finden. Das rosa Rezept muss außerdem mit dem Aufdruck „Entlassmanagement“ gekennzeichnet sein, um es von den ambulanten Verordnungen unterscheiden zu können.

Die Klinikverordnungen müssen binnen drei Werktagen in einer öffentlichen Apotheke eingelöst werden. Da Klinikärzte keine Lebenslange Arztnummer (LARN) besitzen und eine Krankenhausarztnummer erst 2019 in Sicht ist, muss die sogenannte Pseudoarztnummer aufgedruckt werden. Diese besteht übergangsweise aus 4444444 und in den Ziffern acht und neun aus dem Facharztgruppencode. Aufgedruckt wird sie im Feld der Arztnummer. Außerdem ist die versorgungsspezifische Betriebsstättennummer (BSNR) des Krankenhauses Pflicht. Für den „Vertragsarztstempel“ gelten die regionalen Vereinbarungen.

Verordnet werden dürfen neben Arzneimitteln auch Heil-, Verbands- und Hilfsmittel, Soziotherapie und häusliche Krankenpflege. Klinikärzte dürfen nur in der kleinsten im Handel verfügbaren Packungsgröße gemäß Packungsgrößenverordnung verordnen, so soll der Bedarf von sieben Tagen gesichert sein. Apotheken müssen bei der Abgabe den Rabattvertrag der Krankenkasse beachten. Betäubungsmittel müssen auf einem BtM-Rezept verordnet werden, diese sind nur am Status 4 als Entlassrezept zu erkennen und ebenfalls nur drei Tage gültig.

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